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Private Dorferneuerung

Jedes Dorf hat seinen eigenen Charakter, das Ortsbild. Dieses wird geprägt durch öffentliche Räume, öffentliche Gebäude, private Häuser und Höfe. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich das Bild unserer Dörfer stark verändert. Regionaltypische Charakteristika sind oftmals im Zuge von Renovierungen verlorengegangen.

Die Private Dorferneuerung dient in erster Linie der Erhaltung und Wiederherstellung des Ortsbildes und ortstypischer Gebäude. Die Gebäude sollen ihr ursprüngliches Erscheinungsbild erhalten und die regionaltypische Bauweise widerspiegeln. Dies trägt dazu bei, dass die Dörfer als Wohnort attraktiv bleiben und ihre Identität gewahrt bleibt.

Wer wird gefördert?

  • Bürgerinnen und Bürger,
  • Personenvereinigungen und Zusammenschlüsse (Personengemeinschaften des privaten Rechts),
  • Organisationen,
  • Gemeinden und Verbandsgemeinden als Beteiligte bei privaten Vorhaben, soweit sie Eigentümer oder Träger der Baulast sind, für die eine Zuwendung beantragt wird.

Was wird gefördert?

  • Aus-, Um- oder Anbau älterer orts- und landschaftsprägender oder öffentlich bedeutsamer Gebäude mit Hof- und Grünflächen einschließlich denkmalpflegebedingter und bauökologischer Mehraufwendungen;
  • Schaffung von neuem Wohnraum in den Ortskernen durch
    • Umnutzung leerstehender Bausubstanz,
    • Schließung von Baulücken,
    • Abriss nicht erhaltenswerter Bausubstanz für eine geordnete dörfliche Entwicklung;
  • Erhaltung und Gestaltung von Gebäuden bestehender oder ehemaliger land- und forstwirtschaftlicher Betriebe mit orts- und landschaftsprägendem Charakter einschließlich Nebengebäuden sowie Hof- und Grünflächen;
  • bauliche Maßnahmen innerhalb der Ortslage zur Erhaltung und Neueinrichtung von wohnstättennahen Arbeitsplätzen (wenn keine Wirtschaftsfördermittel in Anspruch genommen werden);
  • Aus-, Um- oder Neubau von land- und forstwirtschaftlichen Gemeinschaftsanlagen.
  • Maßnahmen zur Bauunterhaltung;
  • Maßnahmen in Neubaugebieten;
  • Vorhaben, die bereits begonnen wurden;
  • Schönheitsreparaturen, wenn sie nicht zu einer Aufwertung oder Attraktivierung der Ortskerne bzw. einer Ortsbildverbesserung im touristischen Sinne beitragen.

Wie wird gefördert?

Für die Erhaltung und Gestaltung ortsbildprägender Gebäude ist eine Förderung von bis zu 30.000 Euro max. 35 % der Baukosten möglich.

Die förderfähigen Kosten müssen mindestens 7.669 Euro betragen.

Voraussetzung: Für die Ortsgemeinde liegt ein Dorferneuerungskonzept vor.

Die Maßnahme ist vor Beginn mit der Kreisverwaltung Ahrweiler abzustimmen und zu beantragen. Bitte vereinbaren Sie vor Antragsstellung einen Ortstermin mit den Dorferneuerungsbeauftragten.

Es besteht kein Anspruch auf Förderung.

Mehrfachförderungen derselben Kostenposition mit anderen Förderprogrammen des Bundes oder des Landes sind nicht zulässig, außer Maßnahmen des Denkmalschutzes und der Denkmalpflege.

Die Bewilligung der Zuwendung für private Vorhaben erfolgt durch die Kreisverwaltung. Anträge sind über die Ortsgemeinde und Verbandsgemeinde der Kreisverwaltung vorzulegen.

Ratgeber Renovieren

Im Rahmen der Dorferneuerung haben wir häufig feststellen können, dass hinsichtlich der Renovierung eines dorftypischen Eifelhauses großer Beratungsbedarf besteht. Dies war Anlass, einen Ratgeber herauszugeben, in dem die Bauherren unterstützt werden, ihr Haus im Sinne der regionalen Baukultur zu renovieren.

Im Ratgeber 1 finden sich wertvolle gestalterische Tipps zu den verschiedenen baulichen Ausführungen, die im Rahmen einer Gebäudesanierung anstehen.

Ratgeber Bauen und Sanieren

Als Ratgeber 2 ist die Broschüre „Neubauen und Sanieren“ erschienen. Der 150 Seiten starke Bildband richtet sich an Hauseigentümer, Bauherren, die Räte in den Dörfern und Städten sowie weitere Interessierte. Ein Streifzug durch die Baugeschichte des Kreises Ahrweiler und der Eifel arbeitet zentrale Merkmale heraus, wie das regionaltypische Haus aussieht: mit schlichtem Baukörper ohne Vorsprünge und Einschnitte, einfachem Satteldach ohne Überstand sowie Fenster in meist stehenden Formaten.

An dieses historische Bauprinzip knüpft der neue Ratgeber an und sucht nach einer modernen Formensprache. So entstehen Vorschläge, dass es sehr wohl eine Verbindung geben kann zwischen historischen, schlichten Bauformen einerseits und großzügigen, lichtdurchfluteten Neubauten andererseits. Die Gestaltungsmöglichkeiten sind vielfältig mit Fotos und Zeichnungen belegt.

Die Broschüren (auch mehrere Exemplare) sind kostenlos bei der Kreisverwaltung erhältlich. Melden Sie sich gerne bei uns!

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