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Donnerstag, 15. Juli 2021

Weiteres Update Lagebericht: Starkregen und Hochwasser im Kreis Ahrweiler

Zur aktuellen Lage im Kreis Ahrweiler, an der Ahr sowie ihren kleineren und mittleren Zuflüssen teilen die Kreisverwaltung Ahrweiler und die Technische Einsatzleitung mit (Stand 15. Juli, 22:15 Uhr):

• Aufgrund der Unwetterkatastrophe sind im Kreis weitere Todesopfer zu beklagen. Darüber hinaus wird derzeit von rund 1300 Vermissten ausgegangen. Alleine im Gebiet der Kreisstadt Bad Neuenahr-Ahrweiler gab es am heutigen Morgen über 1000 offene Einsätze – aktuell laufen noch immer Rettungseinsätze. Aufgrund der komplexen Schadenslage ist eine abschließende Beurteilung der Situation derzeit noch nicht möglich.


• Nach wie vor sind über 1000 Angehörige von Feuerwehr, Polizei, Bundeswehr, THW, DRK und weiterer Katastrophenschutzeinheiten aus weiten Teilen von Rheinland-Pfalz, dem südlichen NRW sowie dem angrenzenden Baden-Württemberg im Einsatz. Weitere Einsatzkräfte, unter anderem Sanitäts- und Transporteinheiten sowie Kräfte der Bundeswehr, wurden nachgefordert.

• Alle Beteiligten arbeiten intensiv an der Wiederherstellung der Strom-, Gas- und Wasserversorgung. Durch das THW beispielsweise wird der Aufbau von Trinkwasseraufbereitungsanlagen vorbereitet.


• Am heutigen Tag waren zehn Hubschrauber im Einsatz. Für die bevorstehenden Nachtstunden stehen drei nachtflugtaugliche Hubschrauber mit Seilwinden bereit.


• Rund 3500 Menschen sind aktuell in mehreren Betreuungseinrichtungen im gesamten Kreisgebiet untergebracht.


• Alle kreiseigenen Schulen bleiben am Freitag, 16. Juli, geschlossen.

• Das Polizeipräsidium Koblenz hat eine Hotline eingerichtet, an die sich besorgte Angehörige wenden können, wenn sie jemanden vermissen. Sie ist unter 0800 / 656565-1 zu erreichen. Der Notruf ist derzeit überlastet. Bitte rufen Sie den Notruf nur in dringenden Fällen an, beispielsweise wenn Menschen in Gefahr sind. Der Schwerpunkt der Einsätze liegt in der Rettung von Menschenleben.


• Auf der Seite https://www.bonn.de/ wurde ein Portal geschaltet, das Betroffene, die kurzfristig eine Unterkunft suchen, und Helfende in und aus dem Kreis Ahrweiler (Privatpersonen, Pensionen, Hotels etc.) zusammenbringt.


• Wir weisen – nach Rücksprache mit dem Kreis Euskirchen – zudem noch einmal darauf hin, dass die Steinbachtalsperre nicht gebrochen ist. Selbst bei einem Dammbruch hätte dies voraussichtlich keine Auswirkungen auf das Ahrtal.

Update folgt!

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