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Freitag, 21. August 2015

HINWEIS (Veröffentlichung vor 6 Jahren): Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

Tag des offenen Denkmals: Einblicke in die Geschichte historischer Bauten

Besichtigungen und Führungen am 13. September – Sieben Programmpunkte im Kreis Ahrweiler

Viele Denkmäler und historische Stätten sind normalerweise nicht oder nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich.

Viele Denkmäler und historische Stätten sind normalerweise nicht oder nur teilweise für die Öffentlichkeit zugänglich. Dies ändert sich jedes Jahr am bundesweiten Tag des offenen Denkmals. Am Sonntag, 13. September, erhalten Bürger wieder interessante Einblicke in geschichtlich und architektonisch bedeutsame Bauwerke im Kreis Ahrweiler. Das diesjährige Motto lautet „Handwerk, Technik und Industrie“. Angeboten werden Führungen, Rundgänge und unterschiedliche Informationsangebote. Die Kreisverwaltung gibt einen Überblick über das Programm in den Städten und Gemeinden:

Adenau: Heimat-, Zunft- und Johannitermuseum, Markt

Das Heimat- und Zunftmuseum Adenau ist im Haus des letzten Huf- und Nagelschmiedes beheimatet. Das Museum aus der Mitte des 18. Jahrhunderts zeigt unter anderem Werkzeuge der Hammer-, Gerber- und Wollweberzunft. Geöffnet von 11 Uhr bis 17 Uhr (sonst April bis November, samstags 11 Uhr bis 13 Uhr, Sonn- und Feiertage 11 Uhr bis 15 Uhr); Führungen stündlich nach Bedarf.

Bad Neuenahr-Ahrweiler: Führung „Leben in Denkmalen und Nutzung historischer Substanz“, 11 Uhr, Oberhutstraße, Treffpunkt Obertor

Ahrweiler ist die historische Rotweinmetropole und liegt in einer Stadtbefestigung, die Mitte des 13. Jahrhunderts erstmals historisch genannt wurde. Die Erstbelege für den Graben finden sich im Jahr 1261, für die Stadttore im Jahr 1297 und für die 1.800 m lange Mauer im darauffolgenden Jahr 1298. Viele Gebäude sind noch im Original erhalten und strahlen mittelalterliches Flair aus. Besitzer und Bewohner erzählen über die Geschichte der Gebäude, die moderne Nutzung sowie ihre Erfahrungen im Umgang mit dem Denkmalschutz.

Niederdürenbach: Burg Olbrück in Hain, Burgstraße

Die Burg Olbrück ist inmitten des Vulkanparks Brohltal-Laacher See gelegen und gilt als touristisches Aushängeschild des Kreises Ahrweiler. Um 1050 durch den Grafen von Wied gegründet, wurde die Burg im Jahr 1689 zerstört. In den Jahren 1998 bis 2001 erfolgten umfassende Sicherungs- und Restaurierungsarbeiten. Der 34 Meter hohe und weithin sichtbare Bergfried stammt aus dem 14. Jahrhundert. Die Mauern des Palas im Keller sind spätromanisch, darüber befinden sich die im 17. Jahrhundert errichteten Wohn- und Küchengebäude sowie das Haupttor. Das Förderprojekt der Deutschen Stiftung Denkmalschutz ist geöffnet von 11 Uhr bis 18 Uhr (sonst Dienstag bis Sonntag 11 Uhr bis 18 Uhr), Führung um 14 Uhr. Rahmenprogramm mit Falknerei zum Anfassen und Flugshow, lebendigem Unterricht sowie Fotoaktion.

Niederzissen: Henks Mühle, Untere Mühlengasse

Die Henks Mühle wurde erstmals 1678 in den Akten der Bornheimer als Naunheimer Mühle erwähnt. Ab 2007 arbeiteten die Eigentümerfamilie Schiele und der Kultur- und Heimatverein Niederzissen e.V. gemeinsam an der Wiederherstellung der historischen Mühle, die vom Wasser des Brohlbachs angetrieben wird. Dabei wurden die Mühlentechnik wiederhergestellt, die Wasserkammer für das Mühlenrad und das Dach erneuert. Geöffnet von 11 Uhr bis 17 Uhr, Führungen nach Bedarf.

Remagen: Wallfahrtskirche St. Apollinaris, Apollinarisberg 4

Die zwischen 1839 und 1843 gebaute Kirche gilt als ein Hauptwerk der romantischen Neugotik in Deutschland und wurde nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Ernst-Friedrich Zwirner errichtet. Die Ausstattung aus der Mitte des 19. Jahrhunderts ist vollständig erhalten, die neuromanische dreischiffige Krypta mit Hochgrab des hl. Apollinaris stammt aus der Mitte des 14. Jahrhunderts. Im Jahr 1164 kam wohl die Reliquie des Heiligen Apollinaris durch den damaligen Kölner Erzbischof Reinald von Dassel nach Remagen. Er befand sich auf dem Rückweg nach Köln, wohin er die Gebeine der Heiligen Drei Könige bringen wollte, die er in Mailand erbeutet hatte. Es setzte eine rege Wallfahrt zum Heiligen Apollinaris ein, die bis heute anhält. Die Wallfahrtskirche ist geöffnet von 12 Uhr bis 16.30 Uhr (sonst 9 Uhr bis 18 Uhr), Führungen sind um 14 Uhr und um 15.30 Uhr. Dr. Erhard Wacker vom Förderverein Apollinariskirche e.V. hält um 13 Uhr einen Vortrag über „Handwerk und Technik beim Bau der Apollinariskirche“.

Sinzig-Bad Bodendorf: Technikmuseum, Bäderstraße 2

Das Museum des Heimat- und Bürgervereins Bad Bodendorf e.V. zeigt die einzige vollständig erhaltene Kohlensäureverflüssigungsanlage in Deutschland. Die 1919 in Betrieb genommene, 1967 stillgelegte Anlage, wurde nach ihrer Wiederentdeckung im Jahr 2008 saniert und als Technikmuseum hergerichtet. Das Museum mit Dokumentationen und Fotoausstellung ist geöffnet von 11 Uhr bis 16 Uhr, Führungen erfolgen nach Bedarf.

Weibern: Tuffsteinmuseum mit Steinmetzbahnhof, Tuffsteinstraße

Der ehemalige Bahnhof der Brohltal-Eisenbahn ist seit 1999 ein Museum. Dokumentiert wird die für die Region kulturgeschichtlich bedeutende Rolle des Tuffsteins. Das Museum ist geöffnet von 11 Uhr bis 17 Uhr (sonst auf Anfrage), Führungen nach Bedarf.

 

FOTO: Ein kulturhistorisches Höchstmaß im Kreis Ahrweiler: die Apollinariskirche Remagen

FOTO: Mit der Sanierung von Henks Mühle wurde ein schützenswertes Gebäude in Niederzissen erhalten.

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