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Freitag, 22. Februar 2019

HINWEIS (Veröffentlichung vor 3 Jahren): Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

Lückenschluss der A1: Aktueller Planungsstand im Kreis- und Umweltausschuss

Der
Lückenschluss der A1 ist auch im Kreis Ahrweiler immer wieder Thema. Mit der
Anschlussstelle Adenau soll der AW-Kreis an die verkehrstechnisch und
wirtschaftlich bedeutende Strecke  angeschlossen
werden. Landrat Dr. Jürgen Pföhler hatte deshalb Vertreter der beteiligten
Landesbetriebe eingeladen, vor dem Kreis- und Umweltausschuss über den
aktuellen Planungstand zu berichten. Anlass dafür war eine Infomesse, die der
Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen (Straßen.NRW) gemeinsam mit dem Landesbetrieb Mobilität kürzlich in Lommersdorf veranstaltet hatte.

Straßen.NRW ist
zuständig für den mittleren Trassenabschnitt zwischen den künftigen Anschlussstellen
Lommersdorf und Adenau. Wie hier der Stand der Dinge ist, berichtete Friederike
Schaffrath. Demnach bevorzugt Straßen.NRW nach weiterer Prüfung eine Trasse,
die westlicher verläuft als bisherige Planungen das vorgesehen haben. Diese
Variante habe den Vorteil, dass die gesamte Trasse der A1 den gestiegenen
Anforderungen an Umwelt-, Natur- und Artenschutz wesentlich besser gerecht
werde. Sie sieht vor, dass die Trasse südlich von Lommersdorf in einem Bogen um
zum Beispiel aus Umweltschutzgründen sensible Gebiete herumführt. Nördlich der
zukünftigen Ahrtalquerung soll sie dann wieder auf die ursprüngliche
Planungstrasse einmünden. Sowohl für die Gemeinde Dorsel als auch für Lommersdorf
ergäben sich durch die geänderte Trassenführung keine zusätzlichen
Auswirkungen. Selbstverständlich würden auch bei dieser Trassenführung
entsprechende Lärm- und Emissionsschutzmaßnahmen zum Schutz der Ortschaften
durchgeführt. Die Untersuchungen für diese Trassenoptimierung sind laut
Schaffrath bereits angelaufen und sollen in der zweiten Jahreshälfte 2019
abgeschlossen sein. Straßen.NRW verantwortet auch den Ausbau des sogenannten
Nordabschnitts zwischen der Anschlussstelle Blankenheim und der Anschlusstelle
Lommersdorf.

Über
den Stand der Dinge im sogenannten Südabschnitt zwischen der Anschlussstelle
Kelberg und der Anschlussstelle Adenau referierte Edeltrud Bayer vom
Landesbetrieb Mobilität Trier (LBM). Demnach befindet sich dieser Abschnitt
derzeit im Planfeststellungsverfahren. Die Unterlagen haben im vergangenen
Sommer in den betroffenen Kommunen ausgelegen. Daraufhin gingen 50 Einwendungen
etwa von Kommunen, Behörden, Naturschutzverbänden, Versorgungsunternehmen sowie
270 Einwendungen von Privatpersonen beim LBM ein. Diese werden derzeit noch
geprüft. Ziel ist ein rechtskräftiger Planfeststellungsbeschluss, erst dann
kann mit dem Bau begonnen werden. Wie lange das dauern wird, kann der LBM
bislang nicht sagen.

Die
Autobahn A1 ist eine Nord-Süd-Verbindung von der Nordseeküste bis nach
Saarbrücken. Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen planen derzeit, die etwa
26 Kilometer lange Lücke der Trasse zwischen Kelberg und Blankenheim zu
schließen. Bislang muss der Verkehr auf diesem Teil der Strecke auf Bundes- und
Landesstraßen ausweichen.

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