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Dienstag, 18. Oktober 2022

HINWEIS (Veröffentlichung vor 1 Jahr): Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

Lebensmittelvorsorge: Das gehört in jeden Haushalt

Alles andere als „Hamstern“ – Ratgeber des BBK gibt nützliche Tipps

Vor dem Hintergrund der angespannten Gaslage und der steigenden Energiepreise trifft auch die Kreisverwaltung Ahrweiler Vorkehrungen, um den Energieverbrauch auf das Nötigste zu reduzieren. Eine entsprechende Arbeitsgruppe „Energie“ wurde eingerichtet, um Maßnahmen zu erarbeiten und umzusetzen. Aber auch die Bürgerinnen und Bürger sind neben der Reduzierung des eigenen Energieverbrauchs dazu aufgerufen, Vorsorge zu treffen und sich selbst auf eine mögliche Krisensituation vorzubereiten. Hierzu gehört auch eine sinnvolle Bevorratung von Lebensmitteln und Getränken.

„Nicht nur die derzeitige Situation rund um das Thema Energieversorgung, sondern auch die Corona-Pandemie, mehrere Tage in Quarantäne und die Flut haben uns bereits gezeigt, dass es sehr sinnvoll sein kann, sich einen eigenen Vorrat anzulegen. Denn nicht immer ist der Gang in den Supermarkt so einfach möglich oder die Hilfe durch Rettungskräfte dauert in Extremsituationen länger als gewöhnlich. Deshalb ist es umso wichtiger, auch den Selbstschutz in den Blick zu nehmen. Der ‚Ratgeber für Notfallsorge und richtiges Handeln in Notsituationen‘ des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) gibt hierzu wertvolle Hinweise“, sagt Landrätin Cornelia Weigand.

Wesentlicher Bestandteil eines guten Notfallvorrats ist ausreichend Flüssigkeit. Deshalb rät das BBK pro Person rund 14 Liter Flüssigkeit je Woche im Haushalt zu bevorraten. Geeignet sind Mineralwasser, Fruchtsäfte und länger lagerfähige Getränke. Darüber hinaus wird empfohlen, Lebensmittel und Getränke vorrätig zu halten, die normalerweise im Alltag auf dem Speiseplan stehen. Auch sollte unbedingt daran gedacht werden, Spezialkost für Diabetiker, Allergiker oder Babys zu bevorraten und den Bedarf für Haustiere abzudecken.

Angesichts der Gasmangellage mit möglichen temporären Stromausfällen kann auch die Bevorratung von Lebensmitteln sinnvoll sein, die ohne Kühlung länger gelagert und notfalls kalt gegessen werden können. Zum Thema „Kochen ohne Strom“ hat das BBK in Kooperation mit verschiedenen Partnern auch ein gleichnamiges Kochbuch herausgegeben.

Bevorratung ist nicht gleich „Hamstern“

Eine sinnvolle Bevorratung hat nichts mit übermäßigem und sinnlosem Horten von Lebensmitteln zu tun. Der Notvorrat wird gezielt mit dem Nötigsten angelegt, um sich selbst für rund zehn Tage versorgen zu können.
Wichtig ist zudem das Prinzip des „lebenden Vorrats“. Der angelegte Vorrat kann dabei in den alltäglichen Verbrauch integriert werden. So werden Lebensmittel verbraucht und erneuert, ohne dass sie verderben. Ein Beispiel: Beim nächsten Einkauf wandern zwei Packungen Nudeln in den Einkaufswagen. Bevor die letzte Packung angebrochen wird, wird eine neue besorgt. Die neu gekauften Vorräte werden dann nach hinten in den Vorratsschrank gestellt, damit keine Lebensmittel ablaufen oder vergessen werden.

Weitere Informationen

Weitere Informationen sowie die kostenlose Broschüre zum Download und Bestellen gibt es beim BBK (Telefon 0228/995-500 und im Internet unter www.bbk.bund.de/ratgeber). Auf der Internetseite des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft gibt es zudem einen Vorratskalkulator für den persönlichen Bedarf an Lebensmitteln www.ernaehrungsvorsorge.de/private-vorsorge/notvorrat/vorratskalkulator.
Darüber hinaus stellt das BBK auf seiner Internetseite auch Informationen und kurze Videospots zu weitere Notfallszenarien bereit www.bbk.bund.de/ratgeber.

Die Broschüre „Katastrophenalarm“ gibt wertvolle Tipps für Notfallvorsorge und richtiges Handeln in Notsituationen. Foto: Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Bonn
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