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Mittwoch, 17. März 2021

Kreisweites Radwegekonzept für mehr Klimaschutz

Radfahren boomt – nicht nur im Kreis Ahrweiler. Für einen langfristigen Mobilitätswechsel bedarf es allerdings auch einer deutlich verbesserten Infrastruktur. Dazu hat der Kreis- und Umweltausschuss in seiner jüngsten Sitzung unter Vorsitz von Landrat Dr. Jürgen Pföhler die Ausschreibung eines kreisweiten Radwegekonzepts auf den Weg gebracht.

Das Konzept ist Teil der Klimaschutzinitiative des Kreises. Ziel ist, mehr Menschen zur Nutzung des Fahrrades für die alltäglichen Fahrten zur Arbeit und Schule, zum Einkauf sowie in der Freizeit zu motivieren. In erster Linie geht es um den Alltagsradverkehr, aber die vorhandenen touristischen Routen sollen bei der Netz- und Maßnahmenplanung mit berücksichtigt werden, um die touristische Attraktivität des Kreises weiter zu steigern.

Dabei wird auf bereits vorhandene örtliche Radwegekonzepte, die in mehreren Städten und Gemeinden bereits erstellt wurden beziehungsweise derzeit erstellt werden, ebenso Bezug genommen wie auf die Planungsleitfäden und Konzepte des Landes, darunter beispielsweise die Anlage von Radschnellwegen. Mit berücksichtigt werden soll auch die Mobilitätsstrategie 2030+, die jetzt von den am Projekt „Starke Kommunen – Starkes Land“ teilnehmenden Rheingemeinden entwickelt wurde. So soll der Umstieg vom Auto auf das klimafreundliche Verkehrsmittel gelingen und nachhaltig gefördert werden.

Parallel zur Ausschreibung wird eine Förderung im Entwicklungsprogramm Umweltmaßnahmen, Ländliche Entwicklung, Landwirtschaft, Ernährung (EULLE) des Landes Rheinland-Pfalz beantragt. Die geschätzten Kosten für die Planung belaufen sich auf rund 80.000 Euro. Abzüglich einer möglichen EULLE-Förderung in Höhe von 75 Prozent verbleiben 20.000 Euro Eigenanteil beim Kreis, die im aktuellen Haushalt bereits berücksichtigt sind. 

Weitere Informationen zum Radverkehrsnetz unter www.radwanderland.de und www.radwanderland-fachportal.de.

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