Mittwoch, 7. Oktober 2026
Klimaschutz und Nachhaltigkeit in der Verwaltung
Kreisverwaltung Ahrweiler erhält EMAS-Zertifizierung
Die Verwaltungsbehörde des Landkreises Ahrweiler hat einen wichtigen Meilenstein beim Umwelt- und Klimaschutz erreicht: Als erste Kreisverwaltung in Rheinland-Pfalz ist die Kreisverwaltung Ahrweiler nach dem europäischen Umweltmanagementsystem EMAS (Eco-Management and Audit Scheme) zertifiziert. Damit verpflichtet sich die Verwaltung, ihre Umweltleistungen kontinuierlich zu verbessern, etwa durch einen geringen Energie- und Ressourcenverbrauch sowie niedrigere CO₂-Emissionen.
„Nachhaltigkeit und Klimaschutz haben für uns in der Verwaltung einen hohen Stellenwert. Ich bin stolz, dass wir unsere Umweltleistungen schon im Vorlauf der Zertifizierung verbessern konnten,“ sagte Landrätin Cornelia Weigand. „Unsere Anstrengungen zahlen sich aus und die Zertifizierung zeigt, dass auch kommunale Verwaltungen ihren Beitrag zum Umweltschutz leisten können.“
Bereits im Oktober 2019 beschloss der Kreistag ein Umweltmanagementsystem in der Kreisverwaltung einzuführen. Nachdem in den letzten Jahren viel Vorarbeit innerhalb der Verwaltung geleistet wurde, erfolgte die erste Zertifizierung im Juni 2026 durch einen staatlich zugelassenen Umweltgutachter. Nach der erfolgten Registrierung im deutschen EMAS-Register der DIHK ist damit die erste Zertifizierung abgeschlossen. Margret Zavelberg, Umweltbeauftragte der Kreisverwaltung und für den EMAS-Prozess zuständig, stellte dem Kreis- und Umweltausschuss die bisher geleisteten Vorgänge und die Ergebnisse der Zertifizierung vor.
EMAS kombiniert interne Selbstkontrolle mit einer unabhängigen und staatlich anerkannten Außenprüfung. In einem ersten Schritt wurde der aktuelle Stand erfasst und gemessen, wie viele und welche Ressourcen die Verwaltung verbraucht, wo Treibhausgase entstehen und welche Umweltauswirkungen die Tätigkeiten der Kreisverwaltung haben. Auf dieser Grundlage konnten konkrete Einsparziele und Maßnahmen festgelegt werden, die nun jährlich überprüft und bei Bedarf angepasst werden. Als Basis wurden Leitlinien erarbeitet, in denen sich die Verwaltung zur Nachhaltigkeit und zum Klimaschutz bekennt. Unter Beteiligung der Mitarbeitenden und Fachabteilungen wurde zudem ein Umweltprogramm aufgebaut, das Ziele zur Einsparung von Ressourcen und CO2 sowie die hierfür wesentlichen Maßnahmen enthielt. Das Programm ist eng auf das integrierte Klimaschutzkonzept des Kreises abgestimmt.
Wichtige Elemente des Umweltmanagementsystems sind Transparenz und die Einbindung der Mitarbeitenden, weshalb alle relevanten Dokumente für die Beschäftigten einsehbar sind. Zudem steht die Umwelterklärung auf der Webseite der Kreisverwaltung unter https://kreis-ahrweiler.de/land_natur_umwelt/klimaschutz-im-kreis-ahrweiler/emas-zertifizierung/ zur Verfügung. Diese enthält die wichtigsten Kennzahlen und wird jährlich aktualisiert.
„Die ist der Startschuss für einen langfristigen Prozess, bei dem es um eine kontinuierliche Verbesserung geht“, betonte Landrätin Weigand. Auch Zavelberg resümiert: „Ich bin froh, dass wir dank einer gründlichen Recherche und Analyse jetzt eine umfassende Datenbasis haben, auf die wir aufbauen können. Wir haben Herausforderungen identifiziert, die wir in den kommenden Jahren nun angehen werden.“
