KAHR (Klima-Anpassung, Hochwasser, Resilienz)

Nach erfolgreichem Abschluss der ersten Phase des überregionalen und interdisziplinären Forschungsprojektes KAHR „Klima-Anpassung, Hochwasser, Resilienz“, wird seit Mai 2026 nun das Nachfolgeprojekt „KAHR 2.0 – Wissenschaftliche Begleitung der Wiederaufbauprozesse nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen: Impulse für Resilienz und Klimaanpassung“ durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert.

Unter Koordination des Lehrstuhls und Instituts für Wasserbau und Wasserwirtschaft (IWW) der RWTH Aachen und dem Institut für Raumordnung und Entwicklungsplanung (IREUS) der Universität Stuttgart wird KAHR 2.0:

  • Differenzierte Schutzanforderungen und -ziele für verschiedene Raumnutzungen und Infrastrukturen entwickeln;
  • Szenarien für Starkregen und Hochwasser unter Bedingungen des Klimawandels erarbeitet und Implikation für Schutzstrategien und Schutzmaßnahmen ableiten;
  • Potentiale und soziale Akzeptanz von natürlichem und technischem Wasserrückhalt beleuchten;
  • Konkrete Auswirkungen von gesetzlichen Änderungen im Baurecht und der Bundesraumordnungsplan Hochwasserschutz auf den Wiederaufbau vor Ort ermitteln;
  • Bisherige Wiederaufbaumaßnahmen hinsichtlich ihrer Wirkungen für Hochwasserrisiken analysieren;
  • Systematischen und überregionalen Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer organisieren.

Die Kreisverwaltung Ahrweiler ist als Praxispartner das Bindeglied zwischen Wissenschaft und praktischem Wiederaufbau und Hochwasservorsorge vor Ort. Zudem liegt der Schwerpunkt der Mitarbeit der Kreisverwaltung Ahrweiler darauf, wissenschaftliche Erkenntnisse und praktische Erfahrungen, die im Ahrtal und darüber hinaus gemacht wurden, systematisch und zielgruppengerecht aufzubereiten und so anderen Kommunen und Regionen mit ähnlichen Herausforderungen zur Verfügung zu stellen.

Weitere Informationen rund um KAHR und die Verbundpartner finden Sie auf KAHR (hochwasser-kahr.de).

☛ KAHR Erste Phase (Nov 2021 – Feb 2025)

Die erste Phase des KAHR Projektes begann im November 2021 und endete im Februar 2025. Ziel war es, den Wiederaufbau nach der Flutkatastrophe im Juli 2021 wissenschaftlich zu begleiten und so im Sinne der Resilienz aus der Flutkatastrophe zu lernen. Gemeinsam mit 13 Verbundpartnern – worunter die Kreisverwaltung Ahrweiler als Praxispartner –  wurden Lehren aus der Katastrophe gezogen und gleichzeitig innovative Ansätze für den Wieder- und Neuaufbau erarbeitet.

Konkret ermöglichte es die interdisziplinäre Forschung der KAHR Partner, Handlungsvorschläge zu wichtigen Themen wie Brücken, Retentionsräume und kritische und sensible Infrastrukturen abzuleiten und diese in Planungsprozesse einzubringen. Des Weiteren wurden gemeinsam „10 Empfehlungen zum klimaresilienten Wiederaufbau“ formuliert und in verschiedene Gremien kommuniziert, wie unter anderem im Bundestag oder der Enquete-Kommissionen. Auch durch Transferformate wie regelmäßige Wissenschafts-Praxis-Dialoge sowohl in Rheinland-Pfalz als auch in Nordrhein-Westfalen wurden Erkenntnisse aus der Forschung direkt mit Vertretern aus der Praxis diskutiert und Anregungen für weitere wissenschaftliche Untersuchungen gegeben. Eine Übersicht der Arbeiten aller Verbundpartner und der Ergebnisse und Anwendungen der Forschung wurden abschließend in einem freizugänglichen Buch veröffentlicht. Weitere Informationen sind auf der KAHR Homepage zu finden.

Das Buch ist unter folgendem Link abrufbar:  Die Flutkatastrophe 2021: Vom Wiederaufbau zur Klimaresilienz | Springer Nature Link

Die 10 Empfehlungen des KAHR Projektes finden Sie hier: 10 Empfehlungen

Die Aufzeichnung des ersten Wissenschafts-Praxis-Dialogs für den Wiederaufbau im Ahrtal (29.06.2022) kann hier angesehen werden:

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Mehr Informationen

Wissenschaft-Praxis-Dialog: Wiederaufbau im Ahrtal – YouTube