Projekt „MonAHR“ – Aktuelle Maßnahmen
Elektrobefischung in der Ahr
Um die Arten- und Altersverteilung der Fische zu erfassen, haben Forschende der Hochschule Trier (Umwelt-Campus Birkenfeld), der Universität Koblenz und der Hochschule Koblenz im September 2024 eine Elektrobefischung in der Ahr und in zwei Zuflüssen durchgeführt.
Dabei wurden die Fische mit Hilfe von Keschern eingesammelt, bestimmt sowie vermessen und anschließend wieder in das Gewässer zurückgesetzt. Die erfassten Daten wurden analysiert und ausgewertet. Ein Ergebnis der Untersuchung: Die naturschutzfachlich interessanten Arten Barbe und Schneider haben sich 2024 in der Ahr sehr gut vermehrt.
Das Fischmonitoring erfolgt jährlich in Form einer Elektrobefischung an ausgewählten Probestellen entlang der Ahr und ihren Zuflüssen.
Mitarbeitende der beteiligten Forschungseinrichtungen werden in gewissen Zeiträumen wiederholt für eine Elektrobefischung an der Ahr unterwegs sein und den Fischbestand an der Ahr erfassen.
Darüber hinaus werden im Projekt „MonAHR“ auch die Gewässerstrukturen und die Wasserchemie regelmäßig untersucht, um Veränderung in der Ahr und deren ökologische Zusammenhänge schnell erkennen zu können.
Ziel ist es, trotz der erforderlichen Wiederaufbaumaßnahmen nach der Flutkatastrophe 2021 wie beispielsweise der öffentlichen Infrastruktur (Brücken, Bahnstrecke, Straßen und Wege), die Gewässer- und Lebensraumqualität der Ahr zu verbessern und die Ahr in ein klimaresilientes sowie arten- und strukturreiches Flusssystem zu überführen, das den zukünftigen Herausforderung mit einer hohen Resilienz entgegentreten kann.


Fotos: Projekt MonAHR/S. Sonak