Freitag, 12. Juni 2026
Bombenfund in Dernau: Evakuierung am Freitag – Sicherheitskräfte koordinieren geordneten Ablauf
Fliegerbombe am Ahrufer entdeckt – Präziser Zeitplan für Evakuierung und Entschärfung am Freitag, 12. Juni 2026 festgelegt / Rund 630 Personen betroffen
Dernau / VG Altenahr. Bei planmäßigen Sondierungsarbeiten im Zuge der Wiederherstellungsmaßnahmen an der Ahr wurde am heutigen Donnerstag, 11. Juni 2026, auf der rechten Uferseite auf Höhe des Ahrwegs 19 in Dernau eine 250 kg schwere Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg freigelegt. Experten des Kampfmittelräumdienstes (KMRD) Rheinland-Pfalz haben den Fundort umgehend begutachtet und die Notwendigkeit einer Entschärfung für den morgigen Freitag, 12. Juni 2026, festgelegt.
Laut den Experten des KMRD geht von dem Kampfmittel bisher keine Gefahr aus, da die Zünder an der Bombe noch gesichert sind. Um die Sicherheit der Bevölkerung bei der Entschärfung zu gewährleisten, bereiten der Verwaltungsstab der Verbandsgemeinde Altenahr, Feuerwehr und Polizei derzeit die Evakuierung vor. Für den betroffenen Bereich wurde ein Sicherheitsradius von 300 Metern um die Fundstelle definiert. Von dieser Sicherheitsmaßnahme sind rund 630 Einwohnerinnen und Einwohner sowie im Evakuierungsgebiet Beschäftigte betroffen.
Exakt getakteter Zeitplan für den Freitagvormittag
Die Räumung und Entschärfung folgen einem detaillierten Ablaufplan. Ab Freitagvormittag um 06:30 Uhr wird im Rathaus Altenahr eine zentrale Bürger-Hotline unter der Telefonnummer 02643 809-0 für dringende Fragen freigeschaltet. Alle Anwohner und im Bereich Beschäftigte werden dringend gebeten, ihre Gebäude selbstständig zu verlassen und den Evakuierungsradius bis spätestens 09:00 Uhr komplett zu räumen.
Pünktlich ab 09:00 Uhr beginnen die Einsatzkräfte von Ordnungsamt, Polizei und Feuerwehr mit einer flächendeckenden Kontrolle des Evakuierungsgebietes, um sicherzustellen, dass sich niemand mehr im Gefahrenbereich befindet. Gleichzeitig werden alle Zugänge zum Gebiet komplett gesperrt. Für diese Kontroll- und Sperrphase ist ein Zeitfenster von anderthalb Stunden eingeplant. Sobald die Einsatzkräfte den Bereich als absolut frei gemeldet haben und die Freigabe erfolgt, beginnt der Kampfmittelräumdienst unverzüglich mit der Entschärfung der Fliegerbombe.
Umfang des Evakuierungsbereichs und betroffene Straßen
Vom Evakuierungsradius betroffen sind im Ahrweg die Hausnummern 7 bis 30. Zudem müssen die Schmittmannstraße (ab Einmündung Steinbergsmühle bis Einmündung Bachstraße), die Hauptstraße (ab Einmündung Schmittmannstraße bis Einmündung Bachstraße), die Bachstraße (ab Einmündung Schmittmannstraße bis Einmündung Gartenstraße) sowie die Gartenstraße (ab Einmündung Schmittmannstraße bis Bachstraße) geräumt werden. Vollständig betroffen und zu verlassen sind außerdem die Bungertstraße, Im Burggarten, die Bonner Straße, die Burgstraße, Im Pfarrgarten, der Butterweg und Im Trensenhaus.
Wichtige Verhaltensregeln und Hilfsangebote für Bürger
Beim Verlassen der Gebäude wird die Bevölkerung gebeten, alle Fenster und Rollläden zu schließen, vorhandene Gashähne abzuheben und elektrische Geräte auszuschalten. Zudem sollte unbedingt an wichtige Dokumente, dringend benötigte Medikamente sowie Spezialnahrung für Säuglinge oder Kleinkinder gedacht werden. Für Personen, die für die Dauer der Maßnahme nicht bei Verwandten oder Freunden unterkommen können, steht eine betreute Sammelstelle im Freundschaftshaus Marienthal am Donau-Ries-Platz bereit.
Bürgerinnen und Bürger, die den Bereich nicht selbstständig verlassen können, erhalten Unterstützung. Die Freiwilligen Feuerwehren bieten ab 08:30 Uhr einen kostenfreien Fahrservice ab dem Festplatz Dernau („Posten 6“) an.
Großräumige Verkehrssperrungen und Umleitungen
Der öffentliche Nahverkehr einschließlich der Ahrtalbahn sowie der gesamte Straßenverkehr im betroffenen Bereich werden für die Dauer der Maßnahme vollgesperrt. Die großräumige Verkehrsumleitung der Bundesstraße 267 erfolgt aus Richtung Rech / Mayschoß kommend über die K35 in Richtung B257. Aus Richtung Ahrweiler / Walporzheim kommend wird die B267 bereits in Marienthal gesperrt; hier wird eine Wendeschleife über „Am Mühlenbusch“ und den „Monsheimer Weg“ eingerichtet. Die Sperrung und Evakuierung werden von den Einsatzkräften streng überwacht.
Information über die Entwarnung
Über den erfolgreichen Abschluss der Entschärfung und die Aufhebung aller Sperrungen informiert die Verbandsgemeindeverwaltung Altenahr schnellstmöglich über die bekannten Warn-Apps Katwarn und NINA, die lokalen Medien, die Altenahr-App sowie auf der Homepage unter www.altenahr.de und über den Facebook-Kanal der Verbandsgemeinde.