CORONA-VIRUS

Fragen und Antworten für Unternehmen
Kreiswirtschaftsförderung hilft

Sehr geehrte Unternehmerinnen und Unternehmer im Kreis Ahrweiler,

die Kreiswirtschaftsförderung möchte Sie bei der Bekämpfung der Auswirkungen des Coronavirus bestmöglich unterstützen und steht Ihnen für Fragen in diesem Zusammenhang gerne zur Verfügung.

Aktuelle Informationen finden Sie auch auf den Seiten des Deutschen Industrie – und Handelskammertages (DIHK) sowie der Handwerkskammer Koblenz (HwK-Koblenz).  Oder Sie schicken uns eine E-Mail an wirtschaftsfoerderung@kreis-ahrweiler.de

Wir werden diese gemeinsam mit unseren Partnern in dieser Thematik

  • den kommunalen Wirtschaftsförderungen im Kreis Ahrweiler,
  • der Bundesagentur für Arbeit, der IHK, der HwK
  • sowie den lokalen Banken

so schnell wie möglich beantworten. Wir hoffen, wir können Sie auf diesem Weg weiter unterstützen und wünschen Ihnen weiterhin alles Gute – bleiben Sie gesund!

Ihr Team der Kreiswirtschaftsförderung

Informationen und Unterstützung für Unternehmen
Förderinstrumente auf einen Blick


AKTUELLES: +++ Am 30. Juni 2022 endeten nach 2 Jahren Laufzeit die Überbrückungshilfen. Bewilligungen und Abrechnungen laufen weiter. +++
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Seit 19. August 2022 verfügbar: Neustarthilfe Plus Endabrechnung für prüfende Dritte.  +++
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Seit 02. August 2022 verfügbar: Neustarthilfe 2022 Endabrechnung für Direktantragstellende. +++

Nachfolgend möchten wir Ihnen einen Überblick über die wichtigsten Unterstützungsmaßnahmen auf Bundes- und Landesebene für Unternehmen und Solo-Selbstständige geben.

Die Bundesregierung berät fortlaufend, wie die bestehenden Instrumente ergänzt und verbessert werden können. Wir empfehlen Ihnen daher, sich auf der Internetseite des Bundeswirtschaftsministeriums (BMWi) und auf der Sonderseite der Homepage der KfW auf dem Laufenden zu halten.

Zuschüsse

– Corona Überbrückungshilfe

Die Corona-Überbrückungshilfe ist ein branchenübergreifendes Bundesprogramm für kleine und mittelständische Unternehmen, die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten. Es handelt sich um Zuschüsse zu den betrieblichen Fixkosten, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Die bundesweit einheitliche Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de beinhaltet alle Informationen hierzu. Die Beantragung kann nur durch Wirtschaftsprüfer, Steuerberater, vereidigte Buchprüfer und Rechtsanwälte erfolgen.

– Überbrückungshilfe IV

Mit der Überbrückungshilfe IV unterstützte die Bundesregierung auch in den Fördermonaten April bis Juni 2022 Unternehmen, Soloselbstständige und Freiberufler aller Branchen mit einem Jahresumsatz bis zu 750 Millionen Euro im Jahr 2020 (Grenze entfiel für von Schließungsanordnungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie direkt betroffene Unternehmen sowie Unternehmen der Pyrotechnikbranche, des Großhandels und der Reisebranche). Die Bedingungen entsprachen weitgehend denjenigen der Überbrückungshilfe III Plus. Die Überbrückungshilfe IV konnte nur über prüfende Dritte beantragt werden. Die Antragsfrist für Erstanträge endete am 15. Juni. Bis einschließlich 15. Juni 2022 konnten Änderungsanträge gestellt werden, bei denen weitere Fördermonate beantragt werden (zum Beispiel Fördermonate im 2. Quartal).

Die Frist für andere Änderungen (zum Beispiel Kontoverbindung, Fehlerkorrekturen) wurde nochmals verlängert und gilt jetzt bis 30. September 2022.

Zusätzlich zur Überbrückungshilfe IV stand die Neustarthilfe 2022 zur Verfügung. Die Neustarthilfe 2022 führte die Neustarthilfe Plus für die Monate Januar bis März sowie April bis Juni 2022 fort.

– Abrechnung Überbrückungshilfen

Schlussabrechnung der Überbrückungshilfe I-III sowie der Novemberhilfe und Dezemberhilfe

Empfängerinnen und Empfänger der Überbrückungshilfe I-III oder der November- oder Dezemberhilfe sind verpflichtet, eine Schlussabrechnung zu erstellen. Darin werden die tatsächlichen Umsatzeinbrüche und angefallenen Fixkosten den Schätzungen bei Antragstellung gegenübergestellt. Danach zeigt sich, ob Antragstellende gegebenenfalls zu viel gezahlte Hilfen zurückzahlen müssen oder ob Sie eine Nachzahlung erhalten (außer bei der Überbrückungshilfe I). Erfolgt keine Schlussabrechnung, müssen die Förderleistungen in voller Höhe zurückgezahlt werden. Die Einreichung der Schlussabrechnung erfolgt über prüfende Dritte.

Endabrechnung der Neustarthilfe, Neustarthilfe Plus und Neustarthilfe 2022

Empfängerinnen oder Empfänger der Neustarthilfen (aktuell Neustarthilfe und Neustarthilfe Plus sowie Neustarthilfe 2022 für Direktantragstellende), die bereits eine Bewilligung oder Teilbewilligung erhalten haben, sind dazu verpflichtet, online eine Endabrechnung zu erstellen. Sie erhalten einen Bescheid der für Sie zuständigen Bewilligungsstelle mit Informationen, ob und wie viel Sie zurückzahlen müssen. Bei fehlerhaften Angaben besteht die Möglichkeit, die Endabrechnung zurückzuziehen und komplett neu im Antragsportal einzureichen.

Kredit

Informationen zu Krediten finden Sie auf der Seite der KfW.

Steuerliche Maßnahmen

Um Liquidität zu sichern, sollen Unternehmen auch ihre coronabedingten Verluste besser mit Gewinnen aus den Vorjahren verrechnen können.

Betriebsverluste der Jahre 2022 und 2023 können weiterhin bis 10 Millionen Euro auf die zwei unmittelbar vorangegangenen Jahre zurückgetragen und mit Gewinnen in dieser Höhe verrechnet werden.

Ebenso gelten für 2022 verbesserte Abschreibungsmöglichkeiten für betriebliche Investitionen. Das soll Unternehmen motivieren, jetzt zu investieren und Anschaffungen nicht aufzuschieben.

Die Mehrwertsteuer für Speisen in der Gastronomie ist seit dem 1. Juli 2020 befristet bis zum 31. Dezember 2022 auf den ermäßigten Mehrwertsteuersatz gesenkt worden. Das soll Restaurants, Cafés und anderen Gastronomiebetrieben schnell helfen.

Weitere Informationen finden Sie hier.

Kurzarbeitergeld

Kurzarbeitergeld kann beantragt werden, wenn Arbeitsausfälle, zum Beispiel aufgrund von ausbleibenden Aufträgen oder fehlenden Zulieferungen, gegeben sind. Rückwirkend zum 1. März 2020 geltende Änderungen:

  • Die Zahl der im Betrieb Beschäftigten, die vom Arbeitsausfall betroffen sein müssen, wurde von einem Drittel auf zehn Prozent abgesenkt (bis zum 30. Juni 2022 (vorher 31. März)).
  • Die von den Arbeitgebern während des Kurzarbeitergeldbezugs allein zu tragenden Sozialversicherungsbeiträge werden in pauschalierter Form durch die Bundesagentur für Arbeit zunächst vollständig (bis 31. Dezember 2021), dann zu 50 Prozent erstattet (bis 31. März 2022). Eine hälftige Erstattung der Sozialbeiträge ist auch nach dem 31. März 2022 möglich, wenn die Kurzarbeit zu Qualifizierung genutzt wird.
  • Leiharbeitnehmern wird der Zugang zum Kurzarbeitergeld vorübergehend eröffnet (bis 31. März 2022).
  • Die Bezugsdauer des Kurzarbeitergeldes wurde für Betriebe, die bis zum 31. Dezember 2020 Kurzarbeit eingeführt haben, auf bis zu 28 Monate (vorher 24 Monate), längstens bis zum 30. Juni 2022 (vorher 21. März 2022), verlängert.
  • Die Hinzuverdienstmöglichkeiten während der Kurzarbeit wurden ausgeweitet. So sind geringfügig entlohnte Beschäftigungen (Minijobs bis 450 Euro) bis 30. Juni 2022 (vorher 31. Dezember 2021) generell anrechnungsfrei.
  • Für alle Beschäftigten, deren Anspruch auf Kurzarbeitergeld bis zum 31. März 2021 entstanden ist, wurde das Kurzarbeitergeld stufenweise ab dem 4. und dann in einer weiteren Stufe ab dem 7. Monat des Bezuges erhöht.

Ob die Voraussetzungen für die Gewährung des Kurzarbeitergelds vorliegen, prüft die zuständige Agentur für Arbeit im Einzelfall. Für Streitfälle wurde eine Clearingstelle eingerichtet. Im Lichte der weiteren Entwicklung der SARS-CoV2-Pandemie wird die Koalition über weitere Anpassungs- und Verlängerungsbedarfe des Kurzarbeitergeldes bei Bedarf beraten. Weitere Infos unter www.arbeitsagentur.de/m/corona-kurzarbeit/.

Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR

Um die Notlage im Kultur- und Medienbereich zu lindern und die kulturelle Infrastruktur zu er-halten, hat die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) im Frühsommer 2020 das Rettungs- und Zukunftsprogramm NEUSTART KULTUR mit einem Gesamtvolumen von mittlerweile insgesamt 2 Mrd. Euro aufgelegt. Nach den aktuell geltenden Vorgaben können Kulturschaffende und Kultureinrichtungen 30. Juni 2023 (verlängert, vorher bis Ende 2022) mit den Programmmitteln unterstützt werden, Derzeit besteht NEUSTART KULTUR aus 74 spartenspezifischen Einzelprogrammen, die von rund 40 mittelausreichenden Stellen (insb. Bundeskulturfonds und Verbände) umgesetzt werden und sich drei Bereichen zuordnen lassen:

Pandemiebedingte Investitionen nicht überwiegend öffentlich geförderter Kultureinrichtungen: u.a. Förderung von Schutzmaßnahmen in Kassen- oder Sanitärbereichen und Einbau bzw. Umrüstung von Lüftungsanlagen.

Erhalt und Stärkung von Kulturproduktion und -vermittlung: spartenspezifische Programme für Einrichtungen und individuelle Antragstellende zur Ermöglichung der Kulturproduktion unter Pandemiebedingungen in den Bereichen Bildende Kunst, Film, Literatur/Buch/Verlag/Bibliotheken, Musik, Tanz, Theater und spartenübergreifende bzw. weitere Bereiche; dabei liegt ein Schwerpunkt auf Hilfen für einzelne Künstlerinnen und Künstler

Pandemiebedingte Mehrbedarfe bundesgeförderter Kultureinrichtungen: zur Abfederung Lockdown-bedingter Einnahmeausfälle und zur Deckung pandemiebedingter Mehrausgaben regelmäßig von BKM geförderter Institutionen

Weitere Informationen: www.kulturstaatsministerin.de

Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen

den o.g. Hilfen dar, das den kulturellen Sektor dabei unterstützen soll, unter den erschwerten Bedingungen der Pandemie zum Normalbetrieb zurückzukehren. Das Programm wird gemeinsam vom Bundesministerium der Finanzen und der Beauftragten für Kultur und Medien verantwortet. Bis zu 2,5 Milliarden Euro stehen zur Verfügung, um die Wiederaufnahme und Planbarkeit von Kulturveranstaltungen zu ermöglichen. Der Sonderfonds des Bundes für Kulturveranstaltungen besteht aus zwei Modulen:

Die Wirtschaftlichkeitshilfe gewährt Kulturveranstaltern einen Zuschuss zu den Einnahmen aus Ticketverkäufen, wenn kleinere Veranstaltungen coronabedingt mit verringerter Besucherzahl durchgeführt werden, und sichert private Veranstalter gegen Ausfälle ab. Seit Oktober 2021 werden auf freiwillige Kapazitätsbeschränkungen aufgrund eines selbsterarbeiteten Hygienekonzeptes als förderfähig anerkannt. Die Laufzeit dieses Fördermoduls wurde von März 2022 bis Ende 2022 verlängert (Auszahlungen noch in 2023 möglich).

Die Ausfallabsicherung für größere Veranstaltungen ab 2.000 Teilnehmenden übernimmt 90% der veranstaltungsbezogenen Kosten, wenn es zu pandemiebedingten Absagen kommt. Dieses Fördermodul läuft ebenfalls bis Ende 2022 (Auszahlungen noch in 2023 möglich). Für den Zeitraum Mitte November 2021 bis Ende März 2022 werden für Veranstaltungen aller Größen auch freiwillige Absagen ohne zwingende Verordnungslage als pandemiebedingter Schaden anerkannt.

Weiterführende Informationen, bspw. zur Antragstellung, können Veranstalterinnen und Veranstalter hier finden:  http://www.sonderfonds-kulturveranstaltungen.de/

Hotline und weitergehende Informationen

Hotline für prüfende Dritte

Sie haben Fragen zu den Corona-Hilfsprogrammen der Bundesregierung? Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unseres Service-Desks unterstützen Sie bei Fragen zur Antragstellung und bei Fragen technischer Art. Auch wenn Sie auf der Suche nach dem richtigen Ansprechpartner für Ihr Anliegen sind oder es weiterer Unterstützung bedarf, hilft Ihnen der Service-Desk gerne weiter.

Wenden Sie sich bitte an den Service-Desk für prüfende Dritte:
Service-Hotline +49 30 – 530 199 322
Servicezeiten Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr

Hotline Direktantrag Soloselbständige

Sie sind soloselbständig, haben bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt und möchten mit dem Direktantrag in eigenem Namen (ohne prüfenden Dritten) November- und Dezemberhilfe oder Neustarthilfe beantragen?

Wenden Sie sich an den Service-Desk für Solo-Selbständige:
Service-Hotline +49 30-1200 21034
Servicezeiten Montag bis Freitag von 8:00 bis 18:00 Uhr

Hotline des Bundesministeriums für Wirtschaft und Klimaschutz für allgemeine wirtschaftsbezogene

Fragen zum Coronavirus:
Telefon: 030 12002-1031 / -1032
Montag bis Donnerstag von 8:00 bis 17:00 Uhr und Freitag von 8:00 bis 15:00 Uhr

Archiv der Hygienepläne

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