Vermisstensuche unter der Hotline der Polizei: 0800 – 65 65 65 1
Hotline „Beratung und Betreuung“ – Rufnummer 02641/975-950
Psychosoziale Beratung für Hochwasserbetroffene: 0800 0010218
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Unterstützungsangebote für Unternehmen

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Folgen der Hochwasserkatastrophe im Kreis Ahrweiler sind verheerend. Derzeit sind die Mitarbeiter der Kreiswirtschaftsförderung stark beansprucht und unter anderem für den Katastrophenschutz eingesetzt. Wie bereits zu Corona-Zeiten arbeitet die Kreiswirtschaftsförderung daher eng mit der IHK Koblenz und der HWK Koblenz zusammen und kann dort zusätzliche Kapazitäten für die Hochwasserhilfe beanspruchen. Sofern Sie also einer der Kammern als Unternehmen zugehörig sind, bitten wir Sie sich direkt mit der IHK oder der HWK in Verbindung zu setzen.

Die IHK Koblenz hat für Unternehmen, die von Hochwasser und Überschwemmungen betroffen sind oder den Betroffenen helfen wollen, folgende Hotline eingerichtet: 0261 106-502.

Die HWK Koblenz sammelt und koordiniert Hilfsangebote von Handwerksbetrieben. Telefonisch oder per Mail können Angebote und Anfragen geschickt werden.

Telefon: 0261 398-251, E-Mail: hochwasserhilfe@hwk-koblenz.de

Auch die Kreiswirtschaftsförderung steht Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung, vor allem aktuell aufgrund der Hochwassersituation für Betriebe, die der IHK und HWK nicht angeschlossen sind.

Alle Unterstützungsangebote des Kreises, der Kammern, des Landes sowie des Bundes finden Sie unten.

Kreis Ahrweiler – Beantragung der Soforthilfen

Ab sofort können Betroffene der Flutkatastrophe Anträge auf eine finanzielle Soforthilfe beim Kreis stellen. Die Anträge können formlos über die Hotline 02641/975-960 oder per Mail soforthilfe@kreis-ahrweiler.de gestellt werden. Die Hotline ist montags bis sonntags zwischen 9 und 20 Uhr erreichbar.

Wichtig: Diese erste Soforthilfe dient dazu, kurzfristig Geld für das Nötigste zu haben. Die Soforthilfe dient nicht als Aufbauhilfe oder um die entstandenen Schäden abzudecken. Die Soforthilfe erfolgt unabhängig von der Soforthilfe des Landes Rheinland-Pfalz.

Folgende Angaben werden dafür benötigt:
• Name
• Vorname
• Geburtsdatum
• Meldeadresse (die alte, auch wenn man im Moment eine andere Unterkunft hat)
• Angabe ob Privathaushalt oder Gewerbebetrieb; falls Privathaushalt, die Anzahl der im Haushalt lebenden Personen
• Telefonnummer oder Mailadresse für Rückfragen sowie
• eine Bankverbindung. Barauszahlungen oder Schecks sind leider nicht möglich.

Bei den Geldern, die ausgezahlt werden, handelt es sich um Spenden, die auf dem Konto der Kreisverwaltung eingegangen sind. Pro Haushalt werden zwischen 1.000 und 2.000 Euro bereitgestellt.

Spendenkonto für vom Hochwasser Betroffene

Bereits heute ist abzusehen, dass das beispiellose Unwetter im Kreis Ahrweiler Schäden in Millionenhöhe verursacht hat. Der Kreis hat bei der Kreissparkasse Ahrweiler hierzu ein Spendenkonto eingerichtet, um die Betroffenen schnellstmöglich und unbürokratisch finanziell unterstützen zu können.

Wer den Betroffenen helfen möchte:

Spendenkonto „Hochwasser“ bei der Kreissparkasse Ahrweiler,
IBAN: DE86 5775 1310 0000 3394 57,
BIC: MALADE51AHR.

Der Kreis Ahrweiler und die Kreissparkasse Ahrweiler haben jeweils 500.000 Euro an Sofort-Hilfe bereitgestellt.

IHK Koblenz

IHK-Hochwasser-Hotline

Die IHK Koblenz hat für Unternehmen, die von Hochwasser und Überschwemmungen betroffen sind oder den Betroffenen helfen wollen, folgende Hotline eingerichtet: 0261 106-502.

Spendenkonto

Die IHK Koblenz hat ein Spendenkonto eingerichtet. Über die Verteilung der Gelder entscheidet ein eigens dafür eingerichtetes Gremium aus Unternehmerinnen und Unternehmen. Die Spenden sind vor allem für Schäden gedacht, die die Versicherungen nicht übernehmen.

Betreff: IHK Koblenz Hochwasserhilfe
IBAN: DE96 5776 1591 0159 2132 01
Volksbank RheinAhrEifel, BIC/Swift-Code: GENODED1BNA

Weitere Unterstützungsangebote finden Sie hier.

HWK Koblenz

Die HWK Koblenz sammelt und koordiniert Hilfsangebote von Handwerksbetrieben. Telefonisch oder per Mail können Angebote und Anfragen geschickt werden.

Telefon: 0261 398-251, E-Mail: hochwasserhilfe@hwk-koblenz.de

Weitere Infos finden Sie hier.

Handwerk hilft Handwerk – Hilfsportal der Kreishandwerkerschaft Ahrweiler / Mittelrhein / Rhein-Lahn

Mit „Handwerk hilft Handwerk“ hat die Kreishandwerkerschaft auf der Internetseite www.fachhandwerk.de eine zentrale Anlaufstelle zur gegenseitigen Hilfe ins Leben gerufen.

Auf der Internetseite können Betriebe unkompliziert und schnell Hilfe anbieten. Jedwede Unterstützung ist willkommen. Sei es in Form von personeller Unterstützung, Sachspenden oder in Form von Leihgaben wie Maschinen, Schaufeln, Eimern, Stromaggregaten bis hin zur Kaffeemaschine.

Unter folgendem Link können Sie Ihr Hilfsangebot abgeben.

Agentur für Arbeit

Betroffene Bürgerinnen und Bürger erreichen die Agentur für Arbeit unter der gebührenfreien Rufnummer 0800 4 5555 00.
Unternehmen steht die gebührenfreie Hotline 0800 4 555 20 zur Verfügung.

Kurzarbeitergeld

Für Arbeitsausfälle bei Betrieben, die von Hochwasserschäden betroffen sind, kann Kurzarbeitergeld gezahlt werden. Das gilt für deren Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer sowie deren Auszubildende.

Hochwasser und die resultierenden Schäden sind laut Gesetz ein unabwendbares Ereignis, das zu Arbeitsausfällen führen kann. Betroffene Betriebe können in diesem Fall schnell und unkompliziert bei ihrer örtlichen Arbeitsagentur den Arbeitsausfall anzeigen und Kurzarbeitergeld beantragen. Die Anzeige muss unverzüglich nach Eintritt des Ereignisses erstattet werden. Sie kann auch elektronisch über die Kurzarbeits-App (Google Playstore oder Appstore) oder online über www.arbeitsagentur.de übermittelt werden.

Für die aktuellen Hochwasserschäden gelten die bestehenden gesetzlichen Regelungen für das Kurzarbeitergeld. Im Gegensatz zum konjunkturell bedingten Kurzarbeitergeld gibt es für solche Krisenfälle zusätzliche Erleichterungen: Beschäftigte, in deren Betrieb die Arbeit wegen Hochwasser ausfällt, können außerdem bei Aufräumarbeiten in ihrem Betrieb helfen, ohne dass sie den Anspruch auf Kurzarbeitergeld verlieren. Ferner wird es regelmäßig nicht notwendig sein vor der Zahlung von Kurzarbeitergeld Arbeitszeitkonten auszugleichen oder Urlaubstage zu nehmen. Auch Produktionsbetriebe, die von ihrem Zulieferer wegen des Hochwassers kein Material erhalten, können Kurzarbeitergeld beantragen. Dies gilt genauso im umgekehrten Fall, nämlich wenn ein Zulieferer seine Waren nicht an seinen Abnehmer übergeben kann, weil dieser vom Hochwasser betroffen ist. Kurzarbeitergeld wird frühestens von dem Kalendermonat an geleistet, in dem die Anzeige über den Arbeitsausfall bei der Agentur für Arbeit eingegangen ist.


Bei Fragen zum Thema Kurzarbeitergeld können sich Betriebe über die bundesweite kostenfreie Servicenummer 0800 4 5555 20 an ihre Arbeitsagentur wenden.
Darüber hinaus stehen weitere Informationen auf der Internetseite der Bundesagentur für Arbeit zur Verfügung. Das FAQ Kurzarbeitergeld finden Sie hier.

Bundeshilfen

Eine Woche nach Beginn der Hochwasserkatastrophe hat das Bundeskabinett eine millionenschwere Soforthilfe auf den Weg gebracht. Der Bund beteiligt sich nach dem Beschluss vom Mittwoch mit bis zu 200 Millionen Euro zur Hälfte an den Hilfen aus den Bundesländern. Der Anteil, den das Land Rheinland-Pfalz erhält, wird durch das Land verdoppelt werden. Insgesamt stünden demnach bis zu 400 Millionen Euro zur Verfügung. Mit dem Geld sollen die schlimmsten Schäden an Gebäuden und kommunaler Infrastruktur beseitigt und besondere Notlagen überbrückt werden.

Außerdem ist ein milliardenschwerer Aufbaufonds geplant. Über die genaue Höhe des Fonds soll aber erst entschieden werden, wenn das Ausmaß der Schäden besser absehbar ist.

Landeshilfen

Die Landesregierung hat Soforthilfen für die Betroffenen in den Krisenregionen beschlossen. Die Soforthilfe beträgt demnach 1.500 Euro pro Haushalt, plus 500 Euro zusätzlich für jede dazugehörige Person. Maximal kann ein Haushalt 3.500 Euro erhalten. Das Geld soll ohne Bedürftigkeitsprüfung schnellstmöglich über die Kreisverwaltungen ausgezahlt werden – ebenso wie mehr als 7,4 Millionen Euro, die als Privatspenden auf einem eigenen Konto der Landesregierung eingegangen sind.

Beantragung der Soforthilfe des Landes

Für den Landkreis Ahrweiler übernimmt das Statistische Landesamt im Rahmen der Amtshilfe die Abwicklung der finanziellen Soforthilfen. Die Anträge sind daher schriftlich oder online an das Statistische Landesamt Rheinland-Pfalz zu richten. Das entsprechende Antragsformular finden Sie hier. Die Meldeplattform für die Online-Beantragung der Soforthilfe steht Ihnen unter Formular (rlp.de) zur Verfügung.

Das Statistische Landesamt wird sich bemühen, das Antragsverfahren zeitnah und bürgerfreundlich abzuwickeln. Zur Beantwortung von Fragen zum Antragsverfahren richtet das Amt unter den Rufnummern 02603/71-1234 und 02603/71-4321 eine Hotline ein. Diese ist bis auf Weiteres täglich – auch am Wochenende – von 8 bis 20 Uhr erreichbar. Weitere Infos finden Sie hier.

Online-Plattform „Fluthilfe“

Das Land RLP hat eine neue Online-Plattform eingerichtet, die Hilfsangebote und Hilfesuchende zusammenführt. Sie ist unter fluthilfe.rlp.de zu erreichen. Die Online-Plattform „Fluthilfe“ dient der Vermittlung zwischen Hilfesuchenden und Hilfeanbietenden. Bürgerinnen und Bürger können Angebote einstellen, die bei der Bewältigung der Katastrophe unterstützen, beispielsweise Sachspenden wie Kleidung oder Haushaltsgegenstände, Arbeitsmaterialien, Transport- oder Logistikmöglichkeiten sowie Angebote für Unterkünfte. Betroffene haben die Möglichkeit anzugeben, woran es ihnen fehlt. Dadurch ist eine passgenaue Unterstützung möglich. 

Steuerliche Hilfsmaßnahmen

Das Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz gewährt steuerliche Entlastungen und hat den Katastrophenerlass in Kraft gesetzt. Von den Auswirkungen des Hochwassers betroffene Bürgerinnen und Bürger können damit rasch und ohne bürokratische Hürden unter erleichterten Voraussetzungen steuerliche Hilfsmaßnahmen in Anspruch nehmen.

Durch den jetzt geltenden Katastrophenerlass ermöglicht das Ministerium für Finanzen über 30 steuerliche Unterstützungsmaßnahmen. Dazu gehören unter anderem Sonderabschreibungsmöglichkeiten für den Wiederaufbau, davon profitieren Wirtschaft und Privatpersonen. Mehr Informationen finden Sie hier.

Tilgungsaussetzung für ISB-Darlehen

Die ISB bietet in Anbetracht der aktuellen Hochwasserkatastrophe in Rheinland-Pfalz ihre Unterstützung an: Ab sofort werden als unbürokratische Soforthilfe in den eigenen Programmdarlehen ohne Haftungsfreistellung großzügig Tilgungsaussetzungen für die vom Hochwasser betroffenen Unternehmen und Angehörige freier Berufe in Rheinland-Pfalz gewährt.

Die Beantragung durch die Hausbank erfolgt formlos mit der Angabe des Grundes „Hochwasser RLP 2021“ unter Berücksichtigung des Bankenleitweges. Die Tilgungsaussetzungen werden zunächst bis 30.06.2022 befristet sein. Alle Informationen zu den Hilfsprogrammen finden Sie unter https://isb.rlp.de/home/detailansicht/tilgungsaussetzungen-fuer-von-der-flutkatastrophe-betroffene-kunden.html.

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