Freitag, 10. Juli 2026

Statement von Landrätin Cornelia Weigand zum Offenen Brief des Vereins Hochwasserhilfe Marienthal zum ÖPNV-Angebot

„Mit großer Verwunderung habe ich den Offenen Brief des Vorsitzenden der Hochwasserhilfe Marienthal e. V. bezüglich der Anbindung des Ortsteils Marienthal an den Öffentlichen Personennahverkehr zur Kenntnis genommen. Die hierin dargelegte Position kann von Seiten des Kreises nicht nachvollzogen werden. In den vergangenen Monaten wurde dieses Thema intensiv in den politischen Gremien des Kreises Ahrweiler beraten. Auch haben wir uns diesbezüglich Rat bei Verkehrsexperten eingeholt. Sowohl der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV Nord), der unter anderem für die Ahrtalbahn zuständig ist, als auch der Verkehrsverbund Rhein-Mosel (VRM) wurden im Vorfeld der Entscheidungsfindung mit eingebunden.

Erstmalig wurde das Thema auf Antrag der CDU-Fraktion im Kreistag im Rahmen der nicht-öffentlichen Sitzung der Arbeitsgruppe ÖPNV am 20.11.2025 beraten.

Der Kreis- und Umweltausschuss wurde am 18.05.2026, also nach der Übergabe der Petition aus Marienthal, in öffentlicher Sitzung ausführlich informiert. Dabei lag die Petition den Gremienmitgliedern vor und die Argumente der Bürgerinitiative flossen in die Sitzungsvorlage zur umfassenden Information vollumfänglich mit ein.

Zusätzlich wurde die ÖPNV-Anbindung von Marienthal auf Antrag der FWG-Fraktion im Kreistag in der Sitzung des Kreis- und Umweltausschusses am 15.06.2026 sowie des Kreistages am 19.06.2026 im Rahmen der Teilfortschreibung des Nahverkehrsplanes ausführlich behandelt. Auch diese Sitzungen waren öffentlich.

Die öffentlichen Sitzungen der Kreisgremien wären eine sehr gute Gelegenheit gewesen, sich aus erster Hand über die Sachargumente in den Fachvorträgen von SPNV Nord und VRM sowie der daraus resultierenden politischen Meinungsbildung umfassend zu informieren.“