Freitag, 29. Mai 2026

Rhein-Gymnasium Sinzig: Landrätin informiert sich über den Fortschritt des Aufbaus

Noch sieht es nach einer großen Baustelle aus, doch schon in wenigen Monaten wird das Rhein-Gymnasium in Sinzig wieder voll für den Schulbetrieb zur Verfügung stehen. Nachdem die Sporthalle und das Untergeschoss des Hauptgebäudes durch die Flutkatastrophe stark beschädigt wurden, ist der Aufbau der Kreisschule in vollem Gange. Über den Baufortschritt der umfangreichen Sanierungs- und Modernisierungsmaßnahmen informierte sich Landrätin Cornelia Weigand zusammen mit Schulleiter Dr. Jens Braner, Mitarbeitenden des Eigenbetriebs Schul- und Gebäudemanagement (ESG) sowie der Bauleitung bei einer Baustellenbesichtigung.

„Das Rhein-Gymnasium wurde schwer von der Flutkatastrophe getroffen. Die Planungen für die Aufbaumaßnahmen mussten nach der Flut von jetzt auf gleich starten und dies parallel zu allen anderen Aufbauprojekten. Am Gebäude selbst ist davon zunächst wenig zu sehen gewesen, weil die Planungen und notwendigen Vorarbeiten am Schreibtisch durchgeführt werden. Seit die Handwerker und die vielen verschiedenen Gewerke aktiv sind, ist der Baufortschritt vor Ort für alle sichtbar. Und ich bin glücklich, dass wir gut im Zeitplan liegen und sich die Schulgemeinschaft langsam schon auf die Finalisierung freuen kann“, betont Landrätin Weigand.

Michael Birkenbeil, stellvertretender Werkleiter des ESG, ergänzt: „Erfahrungsgemäß entfallen zwei Drittel der Arbeiten auf die Planungen und gerade einmal ein Drittel auf die tatsächlichen Bauarbeiten. Und bei denen muss man immer wieder auch mit zeitintensiven Überraschungen rechnen: So ergaben sich zum Beispiel bautechnische Herausforderungen durch Ton-Rohre, die beim Bau der Schule in den 1970er Jahren unter der Bodenplatte verlegt wurden. Die notwendigen zusätzlichen Arbeiten führen natürlich zu Verzögerungen im Zeitplan. Aktuell ist aber weiterhin geplant, den Wiederaufbau der Schule zum Ende des Schuljahres 2025/26 abzuschließen.“

Aktueller Aufbau-Stand

Aktuell werden 27 Räume saniert. Hierfür sind fünf Gewerke gleichzeitig im Einsatz – darunter Elektro-, Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärinstallationen. Die sich hieran anschließenden Arbeiten des Innenausbaus sind für die Sommermonate geplant. Zudem wird sämtliche Technik in das zweite Obergeschoss und damit über das HQ100neu – ein statistisch hundertjährlich auftretendes Hochwasser – verlegt. Hierdurch sollen potenzielle Schäden durch mögliche zukünftige Starkregen- und Hochwasserereignisse reduziert werden.

Neben der Sanierung der bestehenden Räume entstehen zusätzlich neue Nutzflächen – darunter ein Sozialraum für die Reinigungskräfte, ein Oberstufenraum sowie zwei zusätzliche Klassenräume. Parallel zu den Wiederaufbaumaßnahmen wird das Dach der Kreisschule energetisch saniert. Auch die Wärmeversorgung der Schule wird im Rahmen des Wiederaufbaus zukunftsfähig gestaltet: Der überwiegende Teil der benötigten Wärme wird in Zukunft durch den Einbau einer leistungsstarken Wärmepumpe sichergestellt. Lediglich Kälte-Spitzen werden dann durch den Einsatz einer Gas-Heizung abgefangen.

Wiederaufbau der Sporthalle

Der Innenbereich der Sporthalle ist bereits fertiggestellt und steht dem Schul- und Vereinssport seit Ende 2024 wieder zur Verfügung. Derzeit werden die Ausschreibungen vorbereitet, um die flutbeschädigten Dusch- und Kabinenräume zu sanieren. Dabei wird auch eine barrierefreie Umkleide mit Dusche eingeplant. Für den Übergang stehen provisorische Umkleideräume zur Verfügung. Denn zunächst muss die sensible Anlagentechnik im Rahmen des Hochwasserschutzes vorsorglich in höhergelegene Bereiche verlagert werden.