Mittwoch, 26. August 2026

Gewässerwiederherstellung in Walporzheim: Bauarbeiten gehen in die nächste Phase

Bei der Gewässerwiederherstellung zwischen Walporzheim und der Bunten Kuh ist ein wichtiger nächster Schritt erreicht: Nachdem die vorbereitenden Untersuchungen und Abstimmungen abgeschlossen werden konnten, laufen seit dieser Woche die Arbeiten zum Bau des Materialtransportwegs im Rahmen der Gewässerwiederherstellung. Der Kreis Ahrweiler und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler haben die nächsten Schritte eng miteinander abgestimmt.

Die Gewässerwiederherstellung gibt der Ahr in diesem Bereich mehr Raum und verbessert den Hochwasserschutz. Hierzu werden die an das Gewässer angrenzenden Vorlandflächen abschnittsweise abgesenkt. Bei hohem Wasserstand kann sich die Ahr dadurch künftig stärker ausbreiten. Die Arbeiten betreffen den Gewässerabschnitt zwischen der Bunten Kuh und der Obertorbrücke und der Bunten Kuh.

Wichtige Voraussetzung für die Gewässerwiederherstellung
Der nun entstehende Materialtransportweg bildet die Grundlage für die eigentlichen Erdarbeiten. Über ihn werden später die großen Mengen Bodenmaterial abtransportiert, die für die Absenkung der Vorlandflächen erforderlich sind.

In den vergangenen Wochen haben der Kreis, die Stadt, die Genehmigungsbehörden sowie die beteiligten Planungsbüros die hierfür notwendigen Voraussetzungen geschaffen. Dazu gehörten unter anderem Abstimmungen zur Trassenführung, Untersuchungen der Bodenverhältnisse sowie Kampfmittelsondierungen entlang der vorgesehenen Strecke wie auch die Abstimmungen mit privaten und öffentlichen Eigentümern, deren Grundstücke von der Maßnahme betroffen sind.

Ab November beginnen die Erdarbeiten
Nach aktuellem Planungsstand sollen ab November 2026 die eigentlichen Erdarbeiten beginnen. Um zügig voranzukommen, ist vorgesehen, in mehreren Teilabschnitten parallel zu arbeiten.

Der bei den Arbeiten anfallende Boden wird zunächst auf einer dafür vorgesehenen Fläche zwischengelagert. Dort erfolgen die erforderlichen Untersuchungen, bevor das Material fachgerecht entsorgt oder verwertet wird.
Die umfangreichen Erdarbeiten werden voraussichtlich bis Ende 2027 andauern. Anschließend folgen weitere Arbeiten zur Ausgestaltung, Feinmodellierung und naturnahen Entwicklung des neuen Gewässerkorridors.

Kreis und Stadt ziehen an einem Strang
Der Kreis Ahrweiler und die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler begleiten die Umsetzung der Maßnahme gemeinsam und stimmen die Arbeiten eng mit den weiteren Wiederaufbauprojekten in Walporzheim ab.

Während der Bauzeit können zusätzlicher Verkehr, Lärm und Staub entstehen. Die Route des Transportwegs wurde jedoch so geplant, dass Anwohnerinnen und Anwohner möglichst wenig belastet werden. Die Zu- und Abfahrt der anstehenden Baumaßnahme wird im Bereich des Kreisverkehrs Am Silberberg über eine bislang hauptsächlich als Parkplatz genutzte Fläche erfolgen.

Der Kreis wird weiterhin regelmäßig über den Fortschritt der Arbeiten informieren.

Mit dem Bau des Materialtransportwegs beginnt nun die sichtbare Umsetzung eines weiteren wichtigen Abschnitts der Gewässerwiederherstellung in Walporzheim.

Weitere Informationen zur Gewässerwiederherstellung finden sich auf der Internetseite der Kreisverwaltung unter https://kreis-ahrweiler.de/gewaesserwiederherstellungskonzept/.

Im Bereich zwischen Walporzheim und der Bunten Kuh wird der Materialtransportweg hergestellt. Foto: Elianderson Almeida / Kreisverwaltung Ahrweiler