Dienstag, 26. Mai 2026
Erste Klimaschutzkoordinatorin auf Landkreisebene in Rheinland-Pfalz startet im Kreis Ahrweiler
Der Landkreis Ahrweiler ist der erste in Rheinland-Pfalz, der mit Adrienne Gäb eine durch die Nationale Klimaschutzinitiative (NKI) geförderte Klimaschutzkoordinatorin beschäftigt. Sie unterstützt die acht kreisangehörigen Kommunen künftig dabei, Klimaschutzmaßnahmen zu entwickeln, umzusetzen und fachlich zu begleiten. Die Einrichtung der Stelle wurde durch die Förderberatung der Energie- und Klimaschutzagentur unterstützt.
Schnittstelle zwischen Kreis und Kommunen
Mit der neu geschaffenen Position entsteht eine zentrale Schnittstelle zwischen Kreisverwaltung und Kommunen. Ziel ist es, insbesondere kleinere oder bislang weniger aktive Kommunen einzubinden und beim Aufbau eigener Klimaschutzprozesse zu begleiten. Der Kerngedanke dabei ist, Klimaschutz in den Städten, Verbandsgemeinden und Gemeinden stärker zu verankern und zu vernetzen. „Viele Kommunen stehen vor ähnlichen Herausforderungen. Die Klimaschutzkoordination schafft die Möglichkeit, Erfahrungen zu bündeln, voneinander zu lernen und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. Dabei geht es nicht um Vorgaben, sondern um ein Unterstützungsangebot, das sich an den Bedarfen vor Ort orientiert.“, sagt Adrienne Gäb.
Unter dem Leitgedanken „Hilfe zur Selbsthilfe“ unterstützt die Klimaschutzkoordinatorin vor Ort praxisnah und bedarfsorientiert. Zu ihren Aufgaben gehören die fachliche Begleitung bei Maßnahmen zur Minderung von Treibhausgasemissionen, die Beratung zu Förder- und Finanzierungsmöglichkeiten sowie die Unterstützung bei der Erstellung von Energie- und Treibhausgasbilanzen. Darüber hinaus vernetzt sie Kommunen mit regionalen Akteuren und stimmt sich eng mit anderen Klimaschutzakteuren ab.
Während Klimaschutzmanagerinnen und Klimaschutzmanager in der Regel für ihre jeweilige Kommune ein Klimaschutzkonzept erstellen und dessen Umsetzung begleiten, bündelt die Klimaschutzkoordination Bedarfe aus allen Kommunen und bringt diese auf Kreisebene ein. Auch die Anbindung an landesweite Initiativen und Institutionen wird durch dieses Engagement gestärkt.
„Gerade für kleinere Kommunen ist es oft eine Herausforderung, eigene Kapazitäten im Klimaschutz aufzubauen. Mit der Klimaschutzkoordination schaffen wir eine Struktur, die gezielt unterstützt, vernetzt und befähigt und damit Klimaschutz in die Fläche bringt. Wir sind der Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz dankbar, dass Sie uns bei Fragen zum Förderangebot der NKI und zur Antragstellung beraten hat“, sagt Cornelia Weigand, Landrätin des Kreises Ahrweiler.
Stelle durch Nationale Klimaschutzinitiative gefördert
Die Stelle wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) des Bundesministeriums für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit für vier Jahre gefördert. Ziel ist es, Kommunen bundesweit strukturell zu stärken und den Einstieg in wirksame Klimaschutzmaßnahmen zu erleichtern.
In Rheinland-Pfalz haben bislang drei kirchliche Träger bei der NKI eine Klimaschutzkoordination beantragt und bewilligt bekommen. Bundesweit sind es 66 bewilligte Klimaschutzkoordinationsstellen, 35 davon sind in Landkreisen.
„Mit dem Start in Ahrweiler wird ein wichtiger Impuls gesetzt, der über die Region hinaus Wirkung entfalten kann, hin zu einem stärker vernetzten und handlungsfähigen kommunalen Klimaschutz in ganz Rheinland-Pfalz“, ist sich Landrätin Weigand sicher.
Die Energie- und Klimaschutzagentur Rheinland-Pfalz unterstützt als kompetenter Dienstleister Kommunen und ihre Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz bei der Umsetzung von Aktivitäten zur Energiewende und zum Klimaschutz. Sie wurde 2012 als Einrichtung des Landes gegründet und informiert unabhängig, produkt- sowie anbieterneutral.
Kontakt: Kreisverwaltung Ahrweiler
Adrienne Gäb
Klimaschutzkoordination
Abteilung 1.4 Räumliche Planung, Klimaschutz, Förderungen und Ehrenamt
Wilhelmstraße 24-30, 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler
Telefon: 02641 975-535
Telefax: 02641 975-7535
E-Mail: adrienne.gaeb@kreis-ahrweiler.de