Freitag, 12. Juni 2026
Entwarnung in Dernau: Fliegerbombe aus dem Zweiten Weltkrieg erfolgreich entschärft – Alle Sperrungen aufgehoben
Reibungsloser und planmäßiger Ablauf der Evakuierungsmaßnahmen dank starker Kooperation aller Einsatzkräfte
Die am 11.06.2026 in Dernau im Rahmen von Wiederherstellungsmaßnahmen an der Ahr gefundene Weltkriegsbombe wurde vom Kampfmittelräumdienst Rheinland-Pfalz erfolgreich entschärft. Eine Gefahr besteht nicht mehr. Sämtliche vorherigen Warnmeldungen zu diesem Kampfmittelfund sind hiermit aufgehoben.
Dernau / VG Altenahr. Aufatmen an der Ahr: Die gestern bei planmäßigen Sondierungsarbeiten entdeckte 250 kg schwere Fliegerbombe im Bereich des Ahrwegs konnte am heutigen Freitagvormittag ohne Zwischenfälle unschädlich gemacht werden. Nachdem das Evakuierungsgebiet im vordefinierten 300-Meter-Sicherheitsradius vollständig geräumt war, übergab die Einsatzleitung die Fundstelle an die Experten des Kampfmittelräumdienstes (KMRD) Rheinland-Pfalz, die zügig die Entschärfung vollzogen. Alle Anwohnerinnen und Anwohner sowie die im Gebiet Beschäftigten können ab sofort wieder in ihre Häuser und Arbeitsstätten zurückkehren. Auch sämtliche Verkehrssperrungen, einschließlich der Bundesstraße 267 sowie des Schienenverkehrs der Ahrtalbahn, werden umgehend aufgehoben.
Bestens koordinierter Einsatz aller beteiligten Behörden und Organisationen
Der gesamte Einsatz verlief planmäßig und ohne jegliche Zwischenfälle. Dies ist vor allem der engen und reibungslosen Zusammenarbeit zwischen der Verbandsgemeinde, der Ortsgemeinde, den Blaulichtorganisationen sowie allen weiteren beteiligten Stellen zu verdanken. Die polizeilichen Maßnahmen und die großräumigen Verkehrssperrungen wurden durch die Polizei Bad Neuenahr-Ahrweiler geleitet, welche hierbei von Kräften der Bereitschaftspolizei Rheinland-Pfalz unterstützt wurde. Für die lückenlose Absicherung und die flächendeckenden Kontrollen des Evakuierungsbereichs zeichnete die Freiwillige Feuerwehr der Verbandsgemeinde Altenahr verantwortlich, die mit insgesamt 30 Einsatzkräften vor Ort war.
Pflegebedürftige Personen sicher betreut und transportiert
Ein besonderes Augenmerk lag auf dem Schutz und der Unterstützung mobilitätseingeschränkter Bürger. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) aus der Kreisstadt war hierfür mit fünf Fachkräften sowie einem Rettungswagen (RTW) und einem Krankentransportwagen (KTW) in den Einsatz eingebunden. Zwei pflegebedürftige Personen, die das Evakuierungsgebiet nicht selbstständig verlassen konnten, wurden durch die Sanitätskräfte sicher und fachgerecht in das Seniorenzentrum „Ahrschleife“ in Altenburg transportiert. Für sie stand während der gesamten Maßnahme dort ein adäquater Aufenthaltsort zur Verfügung. Das Seniorenzentrum hatte im Vorfeld Plätze für die vorübergehende Betreuung reserviert und zur Verfügung gestellt.
Ehrenamtliche Betreuung in der Sammelunterkunft Marienthal
Neben den medizinischen Transporten wurde auch eine Anlaufstelle für die vom Evakuierungsradius betroffenen Bürgerinnen und Bürger eingerichtet. Im Freundschaftshaus Marienthal stand für die Dauer der Entschärfung eine betreute Sammelstelle bereit, die von elf Personen genutzt wurde. Dort kümmerten sich Ehrenamtliche aus Marienthal um das Wohl der Evakuierten Nachbarn aus Dernau, boten Raum für Austausch und stellten die Versorgung bis zur endgültigen Entwarnung sicher.
Dank an die Bevölkerung für das vorbildliche Verhalten
Die Verbandsgemeindeverwaltung Altenahr zieht ein positives Fazit und spricht allen Beteiligten ihren ausdrücklichen Dank aus: Dass eine solche Evakuierung so zügig und komplikationslos vonstattengeht, ist dem vorbildlichen und besonnenen Verhalten der rund 630 betroffenen Bürgerinnen und Bürger zu verdanken, die alle bis 9:00 Uhr wie aufgefordert das Gebiet verlassen hatten. Ein ebenso großer Dank gilt allen ehrenamtlichen und hauptamtlichen Einsatzkräften von Feuerwehr, Polizei, DRK und allen weiteren beteiligten öffentlichen Stellen für die professionelle Vorbereitung und Durchführung dieses Einsatzes.