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Freitag, 10. September 2021

„Enorme Solidarität innerhalb der kommunalen Familie“

Umliegende Verwaltungen unterstützen bei der Bewältigung der Flutfolgen

Von den Telefon-Hotlines über die Bearbeitung von Soforthilfe-Anträgen bis hin zur personellen Unterstützung der Kfz-Zulassungsstellen: Bereits wenige Tage nach der Flutkatastrophe konnte die Kreisverwaltung Ahrweiler wieder für Besucherinnen und Besucher öffnen und insbesondere Serviceleistungen für von der Flut betroffene Menschen anbieten. Möglich wurde dies durch eine umfangreiche personelle und materielle Unterstützung der umliegenden Verwaltungen. Denn das Kreisverwaltungsgebäude selbst war zwar von der Flut verschont geblieben, jedoch sind rund 200 der insgesamt 550 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern selbst mittel- und unmittelbar von der Flutkatastrophe betroffen.

„Ohne die unbürokratische Unterstützung der umliegenden Verwaltungen wäre dies so nicht möglich gewesen“, fasst der Erste Kreisbeigeordnete Horst Gies, MdL, die Situation zusammen. „Dank der enormen Solidarität innerhalb der kommunalen Familie ist es uns gelungen, schnellstmöglich umfangreiche Unterstützungsleistungen für die Bürgerinnen und Bürger anzubieten. Dafür gilt es nun noch einmal ganz herzlich Danke zu sagen“, so Gies weiter.

Die Unterstützungsleistungen der Verwaltungen waren dabei vielfältig: So hat die Stadtverwaltung Bonn die Hotline für die Anmeldung der Soforthilfe übernommen und weitere Mitarbeiter, unter anderem für das Gesundheitsamt, die Bau- und die IT-Abteilung, sowie zwei geländegängige Fahrzeuge für Fahrten im Katastrophengebiet bereitgestellt. Die Kreisverwaltung Neuwied arbeitete ebenfalls in der Hotline für die Soforthilfe mit. Das Statistische Landesamt in Bad Ems hat die komplette Abwicklung der Soforthilfe des Landes für Privatpersonen übernommen, die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz die der Soforthilfe des Landes für Unternehmen. Im Bereich Elterngeld hat das Jugendamt wertvolle Amtshilfe von den Kreisverwaltungen Cochem-Zell, Mayen-Koblenz und Neuwied erhalten.

Zur Koordinierung der Fluthilfeangebote wurde eine Hotline eingerichtet, die von der Verbandgemeindeverwaltung Bad Breisig betreut wurde. In der Verbandsgemeindeverwaltung Brohltal und der Stadtverwaltung Remagen wurden Bekleidung und Hilfsgüter gesammelt und an Flutopfer verteilt. Die Gemeinde Grafschaft unterstützt die Kreisverwaltung mit provisorischen Standorten für mehrere Kitas und Schulen.

Schließlich haben die Stadtverwaltungen Andernach und Koblenz sowie die Kreisverwaltungen Cochem-Zell, Mayen-Koblenz, Neuwied und Vulkaneifel Personal für die Kfz-Zulassung abgestellt, um den enormen Andrang bewältigen zu können. Bis heute wurden so fast 25.000 Zulassungsvorgänge bearbeitet, davon über 9000 Fahrzeuge abgemeldet und mehr als 8000 Zulassungen oder Umschreibungen bearbeitet. Hinzu kommen rund 8000 weitere Anliegen, die überwiegend mit der Flutkatastrophe zusammenhängen, wie beispielweise das Ausstellen neuer Fahrzeugpapiere oder neuer Kennzeichen.

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