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Freitag, 2. November 2018

HINWEIS (Veröffentlichung vor 3 Jahren): Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

Elektrifizierung der Ahrtalbahn

Landrat: Erste Weichen sind gestellt

Der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord) setzt sich gemeinsam mit Landrat Dr. Jürgen Pföhler für die Elektrifizierung der Ahrtalbahn auf der Strecke Remagen – Ahrbrück ein.

Im August hat die Verbandsversammlung des SPNV-Nord, in der auch der Kreis Ahrweiler vertreten ist, einstimmig die weitere Vorgehensweise festgelegt: In einem ersten Schritt sollen jetzt im Rahmen einer umfassenden Machbarkeitsstudie die technologischen Rahmenbedingungen für eine Elektrifizierung der Dieselstrecken einschließlich alternativer Antriebssysteme (Hybrid- oder Brennstoffzellentechnologie) untersucht werden. Ferner geht es darum, welche Konzeption langfristig am wirtschaftlichsten ist und welche Änderungen in den Verkehrsnetzen erforderlich sind. Landrat Dr. Pföhler: „Damit sind die ersten Weichen endlich gestellt.“

Der Landrat hatte sich bereits 2015 beim Land für eine solche Machbarkeitsstudie eingesetzt, da aus Sicht des AW-Kreises dringender Handlungsbedarf bestehe. Eine zukunftsfähige Anbindung der Ahrtalbahn an den Großraum Köln-Bonn sei mit Blick auf Arbeitsplätze, Hochschulstandorte und Tourismus von größter Bedeutung. Auch wenn die aktuellen Verkehrsleistungen noch langfristig bis Ende 2033 gebunden sind (im sog. Kölner Dieselnetz) beträgt allein der konzeptionelle und technologische Vorlauf fünf Jahre. Darüber hinaus muss nach Auffassung des Landrats geprüft werden, inwieweit bereits jetzt bei Diesel-Fahrzeugen eine Nachrüstung zur Optimierung der CO2-Abgaswerte möglich sind. Denn der Kreis hat sich zum Ziel gesetzt, bis zum Jahre 2030 substanzielle Beiträge zur Energiewende zu leisten.

Ziel der Initiative des SPNV-Nord, so Verbandsdirektor Dr. Thomas Geyer, sei eine möglichst schnelle landesweite Priorisierung von Elektrifizierungsprojekten als Grundlage von künftigen Sonderförderprogrammen des Bundes. Allein im Verbandsgebiet des SPNV-Nord gibt es neben der Ahrtalbahn weitere neun wichtige Strecken, die nicht elektrifiziert sind.

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