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Montag, 11. Februar 2019

HINWEIS (Veröffentlichung vor 3 Jahren): Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

Beim AWB nachgefragt: Was passiert mit Sperrabfällen nach der Abholung?

Was zu groß ist für die Tonne, kommt
auf den Sperrmüll, soviel ist klar. Doch was passiert dann mit der alten Matratze
und dem ausgemusterten Kleiderschrank? Der Abfallwirtschaftsbetrieb des Kreises
Ahrweiler (AWB) holt Rest- und Holzsperrmüll grundsätzlich getrennt voneinander
ab. Denn sowohl die Verwertungspreise als auch die Verwertungswege für beide
Materialgruppen sind unterschiedlich.

Während Restsperrmüll für 105 Euro
pro Tonne sortiert und die sortierten Materialien größtenteils als
Ersatz-Rohstoffe wiederverwendet werden, wird das Altholz für rund 55 Euro pro
Tonne in einer Biomasseverwertungsanlage zur umweltfreundlichen Energiequelle.
Eine gemeinsame Einsammlung im Sammelfahrzeug müsste außerdem kostenintensiv
und umständlich durch einen Bagger nachsortiert werden. Der kann aber die
Stoffe kaum so gut trennen, wie der Bürger das bereits an der Haustür kann. So
tragen die Bürger aktiv zu geringeren Abfallgebühren bei.

Jedes Jahr beauftragen die Bürger im
Landkreis Ahrweiler rund 22.000-mal die Abholung von Sperrmüll. Bis zu zweimal kann jeder Haushalt im Jahr je
3 Kubikmeter oder 250 Kilogramm Sperrmüll (Holz/Restsperrmüll) kostenlos
anmelden oder auf den Anlagen des AWB in Niederzissen und Leimbach
vorbeibringen. Erst ab der dritten Anmeldung fallen Gebühren an – sie beginnen
bei 74 Euro pro Abholung. Die schnellste Anmeldung ermöglicht www.meinawb.de, denn hier erhält der Bürger direkt im
Anschluss seinen Abholtermin. Bei der Einsendung einer Entsorgungsscheckkarte
kann es bis zu einer Woche bis zur Terminbestätigung dauern.

Bereits seit über zehn Jahren sammelt
der AWB den Sperrmüll nicht mehr zu festen Terminen, sondern nur auf Bestellung
ein. Dazu hatte sich die Kreispolitik 2006 entschieden. Grund dafür waren unter
anderem nachts patrouillierende „Abfall-Fledderer“, nach der Sammlung übrig
bleibende sperrmüllfremde Reste (zum Beispiel Baustellenabfälle, Problemmüll) und
unkalkulierbare Sammelmengen in den Abfuhrgebieten.

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