Donnerstag, 1. Oktober 2026
Spatenstich Erweiterungsgebäude der Kreisverwaltung Ahrweiler
Mit einem symbolischen Spatenstich ist der Bau des Erweiterungsgebäudes der Kreisverwaltung Ahrweiler offiziell gestartet. Gemeinsam mit Vertreterinnen und Vertretern aus Kreispolitik und Verwaltung, den beteiligten Planungsbüros und Bau-Unternehmen sowie der Nachbarschaft wurde der Beginn der Bauarbeiten gefeiert.
Der dreigeschossige, barrierefreie Neubau entsteht unmittelbar neben dem bestehenden Kreishaus und wird über Verbindungsbrücken angebunden. Zusätzlich wird auch eine Verbindung zum AOK-Gebäude geschaffen. Die voraussichtliche Bauzeit beträgt rund zweieinhalb Jahre. Insgesamt investiert der Kreis rund 12,2 Millionen Euro in das Bauprojekt. Das Land Rheinland-Pfalz unterstützt die Gesamtmaßnahme mit vier Millionen Euro aus dem Förderprogramm Investitionsstock.
„Hier entsteht mehr als ‚nur‘ ein Verwaltungsgebäude. Wir investieren wir damit in die Zukunft unserer Verwaltung“, betonte Landrätin Cornelia Weigand beim Spatenstich. „Wir schaffen die Voraussetzungen dafür, dass die Mitarbeitenden ihre wichtige Arbeit auch künftig unter guten Bedingungen leisten können. Denn gute Verwaltungsarbeit und guter Service brauchen Kompetenz, aber auch passende Strukturen und moderne Rahmenbedingungen.“
Moderne Räume für eine leistungsfähige Verwaltung
Die letzte Erweiterung der Kreisverwaltung erfolgte 1985. Die Neuaufstellung des Katastrophenschutzes auf Kreisebene, personelle Verstärkungen in den Servicebereichen für die Bürgerinnen und Bürger sowie zusätzliche Aufgaben aufgrund neuer Vorgaben und Gesetze haben die Raumsituation in den vergangenen Jahren erheblich verschärft. Der Neubau schafft deshalb dringend benötigte, zeitgemäße und flexible Arbeitsplätze sowie zusätzliche Räume für Besprechungen, Sitzungen und Veranstaltungen. Zudem sollen bislang ausgelagerte Bereiche wieder stärker am Standort in der Wilhelmstraße zusammengeführt werden.
„Verwaltung findet heute auf vielen Wegen statt, zunehmend auch digital. Gleichzeitig bleibt es wichtig, dass Menschen ihre Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner vor Ort erreichen können und persönliche Gespräche möglich sind“, so Weigand. „Der neue Erweiterungsbau trägt dazu bei, unsere Verwaltung organisatorisch weiterzuentwickeln und den Bürgerservice auch künftig verlässlich und bürgernah anbieten zu können.“
Nachhaltig und zukunftsorientiert
Das rund 60 Meter lange und 12,5 Meter breite Gebäude wird in einer hybriden Bauweise errichtet: Eine Stahlbeton-Konstruktion wird dabei mit Außenwänden aus Holz-Elementen kombiniert. Durch die Aufständerung entsteht unterhalb des Gebäudes Raum für Stellplätze.
Auch bei der technischen Ausstattung wird auf Nachhaltigkeit und Energieeffizienz gesetzt. Geplant sind unter anderem eine Photovoltaikanlage mit rund 30 Kilowatt-Peak, eine begrünte Dachfläche, bedarfsgerechte LED-Beleuchtung und eine sonnenstandgeführte Verschattung. Die Wärmeversorgung erfolgt CO₂-neutral über Fernwärme der Ahrtal-Werke. Zudem werden acht Ladepunkte für Elektrofahrzeuge eingerichtet. Gesammeltes Regenwasser soll für die Bewässerung der Außenanlagen genutzt werden.
Umfangreiche Vorarbeiten
Dem Neubau gingen bereits umfangreiche Vorarbeiten voraus. Dazu gehörten unter anderem der Rückbau der ursprünglich auf dem Gelände vorhandenen Gebäude, die notwendige Sanierung der Tiefgarage, Baugrunduntersuchungen, statische Bewertungen und Kampfmittelsondierungen.
Bereits im Juni 2015 wurde die politische Grundsatzentscheidung zur Erweiterung der Kreisverwaltung getroffen. Unter anderem die Corona-Pandemie, Änderungen in der Gesetzgebung und insbesondere die Flutkatastrophe im Juli 2021 hatten zu einem Aufschub des Baubeginns geführt.







