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Kommunalreform: Starker Kreis Ahrweiler muss erhalten bleiben

Landrat lehnt Zwangsfusion mit Kreis Mayen-Koblenz entschieden ab

Die von Gutachtern der Landesregierung vorgeschlagene Fusion der Kreise Ahrweiler (AW) und Mayen-Koblenz (MYK) zu einem neuen Gro├čkreis mit 340.000 Einwohnern ist nach Ansicht von Landrat Dr. J├╝rgen Pf├Âhler v├Âllig inakzeptabel. Er warnt davor, ÔÇ×die Axt am Stamm unserer bew├Ąhrten Kommunalverwaltung anzusetzenÔÇť und fordert die Landesregierung auf, ÔÇ×die Pl├Ąne von Zwangsfusionen sofort vom Tisch zu nehmen.ÔÇť

Eine Fusion mit MYK ginge v├Âllig an der Lebenswirklichkeit vorbei. Dr. Pf├Âhler: ÔÇ×Der Kreis Ahrweiler geh├Ârt zu den starken Regionen mit hoher Lebensqualit├Ąt. Mit unserem Schulbauprogramm, der Ehrenamts- und Vereinsf├Ârderung sowie der Wirtschaftsf├Ârderung geh├Âren wir zu den innovativsten Landkreisen in Rheinland-Pfalz. Die Arbeitslosigkeit liegt seit Jahren deutlich unter Landes- und Bundesdurchschnitt, die Zahl der betrieblichen Neugr├╝ndungen deutlich dar├╝ber. In vielen Bereichen sind wir Vorreiter.ÔÇť

Durch eine Gro├čfusion w├╝rde kein Geld produziert. Im Gegenteil: Durch eine Fusion ohne Not w├Ąren unabsehbare Mehrkosten und ein gravierender Verlust von heimatlicher Verbundenheit der Menschen mit ihrem Kreis die Folge. Dr. Pf├Âhler betont: ÔÇ×Unser wichtiges Ziel gleichwertiger Lebensverh├Ąltnisse im l├Ąndlichen Raum w├Ąre bei einem Gro├čkreis von ├╝ber 1.600 Quadratkilometern - rund 2/3 der Fl├Ąche des Gro├čherzogtums Luxemburg - schlichtweg nicht mehr erf├╝llbar. Weder Landrat, Kreisbeigeordnete oder Kreistagsmitglieder k├Ânnen dann bei allen Kreisb├╝rgern oder deren Veranstaltungen dabei sein. Mit B├╝rgern├Ąhe hat das nichts mehr zu tun.ÔÇť

Fahrten aus dem AW-Kreis zu einer k├╝nftigen Kreisverwaltung in Koblenz bedeuteten erhebliche Fahrtzeiten, mehr Umweltbelastung und noch mehr Verkehr. Beispielsweise w├Ąre eine Fahrt von Wershofen nach Spay innerhalb des neuen Kreises eine Strecke von rund 100 Kilometern. Weite Wege f├╝hrten aber zu frustrierten B├╝rgern. Deshalb sei ein Gro├čkreis gleichbedeutend mit B├╝rgerferne.

ÔÇ×Kurzum: die B├╝rgerinnen und B├╝rger, unsere mittelst├Ąndischen Unternehmen und der gesamte AW-Kreis w├╝rden insgesamt zu VerlierernÔÇť, so der Landrat. Er unterstreicht weiter: ÔÇ×Dies gilt auch in finanzieller Hinsicht. Denn auch bei den Kreisfinanzen stehen wir erheblich besser als MYK da. Unsere B├╝rger m├╝ssten bei einer Fusion mit MYK letztlich deren Schulden mitbezahlen.ÔÇť


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 03.12.2018

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