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HINWEIS (Artikel vom 27.11.1997):
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.


Mastbullen trotz gebrochenen Beins transportiert



Bei Unfällen mit Nutztieren sofort an amtlichen Tierarzt wenden



Wenn sich ein Nutztier bei einem Unfall erheblich verletzt, sollten sich die Tierhalter unbedingt an die amtlichen Tierärzte wenden - auch in Zweifelsfällen. Anlaß für diesen Appell der Kreisverwaltung Ahrweiler: Jüngst brach sich ein Mastbulle im Stall das Bein und wurde dennoch transportiert.

Von der Beurteilung des Tierarztes hängt das weitere Vorgehen ab, vor allem, wenn das Tier geschlachtet werden soll. Wird direkt und vor Ort, ohne vorheriges Hinzuziehen eines amtlichen Tierarztes geschlachtet, bleibt dem Tier zwar ein schmerzvoller Transport erspart. Wegen der fehlenden Lebenduntersuchung ist aber eine gewerbliche Vermarktung des Fleisches nicht mehr zulässig. Daher versteht die Kreisverwaltung ihren Appell nicht nur vor dem Hintergrund des Tierschutzes, sondern auch mit Blick auf den möglichen wirtschaftlichen Verlust der Landwirte.

Solche Unfälle in Nutztierhaltungen seien nie ganz auszuschließen, räumen die Kreis-Tierärzte ein. Allerdings habe der verletzte Mastbulle mit gebrochenem Bein nicht mehr transportiert werden dürfen. Die Bestimmungen der Tierschutztransport-Verordnung verbieten dies. Ein Tierarzt hätte vor Ort entscheiden müssen, was möglich und zulässig ist.

Der Transport von Schlachttieren steht mittlerweile im kritischen Licht der Öffentlichkeit. Viele Verbraucher knüpfen die Akzeptanz des Lebensmittels "Fleisch" an ethische Maßstäbe bei der Behandlung der Tiere. Mit der neuen Tierschutz-Transportverordnung, die Anfang 1997 in Kraft trat, haben sich die Transportbedingungen für Nutztiere verbessert. Bis dahin bestehende Regelungslücken seien geschlossen worden, betont die Kreisverwaltung. Jetzt gelte es, die neuen Bestimmungen zum Wohl der Tiere konsequent zu beachten. - Info: Amtstierärzte der Kreisverwaltung Ahrweiler, Ruf 02641/975-225. 


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.11.1997

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