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Unterschied zwischen ehelichen und nichtehelichen Kindern abbauen

Neues Kindschaftsrecht vorgestellt - Referentin des Landesjugendamtes



Die Neuordnung des Kindschaftsrechts stand jüngst im Mittelpunkt einer Informationsveranstaltung, zu der die Kreisverwaltung Ahrweiler Fachkräfte der Jugendhilfe, Anwälte und Richter eingeladen hatte. Die Reform regelt das Wohl des Kindes, wenn sich die Eltern trennen oder scheiden lassen. Bei sogenannten Scheidungskindern soll künftig das gemeinsame Sorgerecht der Eltern als Regelfall gelten.

Das neue Kindschaftsrechts sei aus verfassungsrechtlichen, gesellschaftlichen und rechtsstaatlichen Gründen sowie wegen internationaler Abkommen zu benachbarten europäischen Ländern dringend nötig gewesen, erklärte die Referentin, Walburga Faßhauer vom Landesjugendamt Rheinland-Pfalz. Vor 63 Teilnehmern im Jugendgästehaus Bad Neuenahr-Ahrweiler ging Walburga Faßhauer auf das neue Gesetz ein, das Mitte 1998 in Kraft treten soll und mehrere Ziele verfolgt: die Rechte der Kinder zu verbessern und das Kindeswohl zu fördern; die Rechtsposition der Eltern - soweit dies mit dem Kindeswohl vereinbar ist - zu stärken und vor unnötigen Eingriffen des Staates zu schützen; und die rechtlichen Unterschiede zwischen ehelichen und nichtehelichen Kindern Kindern abzubauen.

Der Inhalt der Kindschaftsreform betrifft Einzelbereiche wie das Abstammungsrecht, das Recht der elterlichen Sorge, Umgangsrecht, den Wegfall der Vorschriften über die Legitimation nichtehelicher Kinder, die Grenzen des elterlichen Erziehungsrechts, Betreuungsunterhalt, das Namens-, Adoptions- und Verfahrensrecht sowie das Recht der Pflegeeltern.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 27.11.1997

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