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Zeckenbisse können Borreliose verursachen

Die Borreliose, auch Lyme-Krankheit genannt, ist Thema einer weiteren Folge der Presseserie, in der das Kreis-Gesundheitsamt über Infektionskrankheiten und Impfberatung informiert. Die Borreliose, eine bakterielle Infektionskrankheit, wird durch Zecken übertragen. Sie ist nicht zu verwechseln mit der durch Zecken übertragbaren Virus-Hirnhautentzündung (FSME).

Die Verbreitung der Borreliose erstreckt sich auf ganz Europa sowie die USA und Kanada. In Deutschland enthalten rund 20 Prozent aller Zecken die Borreliose-Bakterien. Das Risiko einer Infektion ist daher nicht zu unterschätzen. Die Diagnosesicherung erfolgt bei einer Blutentnahme.

Die Krankheitszeichen: Typisch für die Borreliose ist eine sich ausbreitende Rötung am Ort des Zeckenbisses, die etwa ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenbefall auftritt. Diese Rötung blaßt später in der Mitte ab, so daß ringförmige Strukturen entstehen. Meist treten keine weiteren Krankheitszeichen auf, und es kommt zu einer spontanen Heilung. Möglich sind auch Lymphknotenschwellungen, Herzmuskel-, Leber- und Nierenbefall bis hin zu Nervenreizungen und Lähmungen.

Die Behandlung einer Borreliose sollte früh beginnen. Als bakterielle Infektion ist sie einer Antibiotikatherapie gut zugänglich. Wenn bereits Lähmungen bestehen, ist eine Behandlung schwierig. Als Schutzmaßnahmen rät Amtsarzt Dr. Roland Köhler: Da es bisher noch keine Impfung gibt, komme der Vorbeugung besondere Bedeutung zu. Beim Aufenthalt in Zeckenregionen wie Dickicht, Wald und Unterholz sei hautbedeckende Kleidung zu empfehlen. Wer von Zecken befallen ist, sollte die Tiere frühzeitig entfernen. Die frühere Empfehlung, die Zecke mit einem Öl- oder Klebstofftropfen zu ersticken, dauere zu lange und sei nicht mehr ratsam.

Für weitere Informationen oder eine persönliche Beratung steht die Kreisverwaltung Ahrweiler gerne zur Verfügung: Abteilung Gesundheitswesen, Wilhelmstraße 59 (gegenüber Ahrweiler Bahnhof), 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ruf 02641/975-0; Impfsprechstunde: Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 14 bis 16 Uhr.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.11.1997

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