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HINWEIS (Artikel vom 20.11.1997):
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.


Zeckenbisse k├Ânnen Borreliose verursachen

Die Borreliose, auch Lyme-Krankheit genannt, ist Thema einer weiteren Folge der Presseserie, in der das Kreis-Gesundheitsamt ├╝ber Infektionskrankheiten und Impfberatung informiert. Die Borreliose, eine bakterielle Infektionskrankheit, wird durch Zecken ├╝bertragen. Sie ist nicht zu verwechseln mit der durch Zecken ├╝bertragbaren Virus-Hirnhautentz├╝ndung (FSME).

Die Verbreitung der Borreliose erstreckt sich auf ganz Europa sowie die USA und Kanada. In Deutschland enthalten rund 20 Prozent aller Zecken die Borreliose-Bakterien. Das Risiko einer Infektion ist daher nicht zu untersch├Ątzen. Die Diagnosesicherung erfolgt bei einer Blutentnahme.

Die Krankheitszeichen: Typisch f├╝r die Borreliose ist eine sich ausbreitende R├Âtung am Ort des Zeckenbisses, die etwa ein bis zwei Wochen nach dem Zeckenbefall auftritt. Diese R├Âtung bla├čt sp├Ąter in der Mitte ab, so da├č ringf├Ârmige Strukturen entstehen. Meist treten keine weiteren Krankheitszeichen auf, und es kommt zu einer spontanen Heilung. M├Âglich sind auch Lymphknotenschwellungen, Herzmuskel-, Leber- und Nierenbefall bis hin zu Nervenreizungen und L├Ąhmungen.

Die Behandlung einer Borreliose sollte fr├╝h beginnen. Als bakterielle Infektion ist sie einer Antibiotikatherapie gut zug├Ąnglich. Wenn bereits L├Ąhmungen bestehen, ist eine Behandlung schwierig. Als Schutzma├čnahmen r├Ąt Amtsarzt Dr. Roland K├Âhler: Da es bisher noch keine Impfung gibt, komme der Vorbeugung besondere Bedeutung zu. Beim Aufenthalt in Zeckenregionen wie Dickicht, Wald und Unterholz sei hautbedeckende Kleidung zu empfehlen. Wer von Zecken befallen ist, sollte die Tiere fr├╝hzeitig entfernen. Die fr├╝here Empfehlung, die Zecke mit einem ├ľl- oder Klebstofftropfen zu ersticken, dauere zu lange und sei nicht mehr ratsam.

F├╝r weitere Informationen oder eine pers├Ânliche Beratung steht die Kreisverwaltung Ahrweiler gerne zur Verf├╝gung: Abteilung Gesundheitswesen, Wilhelmstra├če 59 (gegen├╝ber Ahrweiler Bahnhof), 53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler, Ruf 02641/975-0; Impfsprechstunde: Jeden 1. und 3. Dienstag im Monat von 14 bis 16 Uhr.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.11.1997

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