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HINWEIS (Artikel vom 20.11.1997):
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.


Hundegebell statt Händeschütteln



Tierheime Frankenau und Remagen besucht - Katzenschutzverein hilft



Nicht wie üblich mit Händeschütteln, sondern mit Hundegebell wurde Landrat Joachim Weiler jetzt bei einem Besuch begrüßt. Der Grund: Weiler informierte sich vor Ort über die beiden Tierheime im Kreis Ahrweiler: in Heckenbach-Frankenau und in Remagen.

23 Hunde, 30 Katzen, acht Pferde, zwölf Hängebauchschweine und zwei Ziegen - diese Bewohner zählt derzeit der Gnadenhof in Heckenbach-Frankenau. Die Vorsitzende des Tierschutzvereins Bonn, Barbara Töpfer, führte den Landrat, Amtstierarzt Dr. Otto Gaudlitz sowie den Bürgermeister der Verbandsgemeinde Altenahr, Achim Haag, über die mit hohem Kostenaufwand errichtete "tiergerechte Anlage", wie Dr. Gaudlitz anerkennend feststellte. Das großangelegte Areal ging aus einem ehemaligen Landwirtschaftsbetrieb hervor. Zwei Vollzeit- und drei Teilzeitkräfte kümmern sich um das Wohl der Tiere, die in die Obhut des Tierschutzvereins gelangt sind.

"Viele der Tiere warten auf treusorgende neue Besitzer", macht Dr. Gaudlitz auf die Möglichkeit aufmerksam, sich in Frankenau einen vierbeinigen Mitbewohner auszusuchen. Andere Tiere verbringen ihr Altenteil in der tiergerechten Umgebung. In dieser seit gut einem Jahr bestehenden Unterkunft können Hunde- und Katzenhalter ihre Hausgenossen auch während des Urlaubs oder bei Krankheit in Pension geben.

 Statt Blumen für die Betreiber des Tierheims hatte der Landrat seinerseits zur Begrüßung Streicheleinheiten und einige Säcke Tierfutter für die vierbeinigen Heimbewohner parat - in Frankenau wie auch in Remagen. Dort stellte der Vorsitzende des Tierschutzvereins Remagen, Albert Schreier, den Gästen aus der Kreisverwaltung sowie Bürgermeister Lorenz Denn Heim und Bewohner vor. Derzeit sind im Tierheim Remagen rund 15 Katzen, 15 Hunde, zwei Pferde, zwei Ponys und ein Esel untergebracht.

In dieser Anlage, die seit fast 20 Jahren im Blankertshohl besteht, kümmern sich Anette Breest und Michael Runkel als Heimleiter um die Tiere, lindern Leid in Notfällen und verschaffen ausgesetzen Tieren oder Fundtieren eine vorübergehende Bleibe. Der Verein wünscht sich engagierte Mitglieder, die auch vor Ort helfen, um damit die Kosten in Grenzen zu halten. Weiler und Denn, die den Verantwortlichen in Remagen für ihr "großes Engagement zum Wohl der Tiere" dankten, sagten dem Vorsitzenden zu, über die Bürgermeisterkonferenz die gemeinnützige Arbeit insbesondere bei der Unterbringung von Fundtieren aus den Städten und Gemeinden angemessen unterstützen zu wollen. Auch das für den Tierschutz zuständige Ministerium für Umwelt und Forsten in Mainz bezuschußt die notwendige Renovierungsarbeit an der Bausubstanz des Tierheims, wie Albert Schreier erfreut feststellte.

Ein allgemeines Fazit des Landrats sollte vor allem in der Vorweihnachtszeit zum Nachdenken anregen: "Es wäre schön, wenn Bürger, die sich einen Hund oder eine Katze anschaffen möchten, die Möglichkeit erwägen, den neuen Hausgenossen aus dem Tierheim zu holen."

In diesem Zusammenhang weist die Kreisverwaltung auch auf den Katzenschutzverein Ahrweiler hin, der ebenfalls seit Jahren engagierte Tierschutzarbeit leiste. Der Verein widmet sich dem Schicksal herrenloser Katzen.

Info: Gnadenhof Heckenbach-Frankenau: Ruf 02647/3375; Tierheim Remagen: Ruf 02642/21600; Katzenschutzverein Ahrweiler: Ruf 02641/34157.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 20.11.1997

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