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HINWEIS (Artikel vom 09.05.1997):
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.


Erste kreisweite Möbel- und Kleiderkammer nimmt Betrieb auf

Für Sozialhilfeempfänger bestimmt - Bei Sozialämtern beantragen

Es ist soweit: Die erste kreisweite Möbel- und Kleiderkammer öffnet am 15. Mai in Grafschaft-Lantershofen. Wer Möbel und Kleider abgeben möchte, findet hier eine kostenlose und sozial ausgerichtete Annahmestelle. Die Waren werden an Sozialhilfeempfänger im Kreis Ahrweiler weitergeleitet.


Wie die Kreisverwaltung meldet, sind zunächst zwei ständige Ansprechpartner vor Ort: Susanne Cramer ist für die Vermittlung der Kleider zuständig. Und Werner Schäfer kümmert sich um die Annahme und Auslieferung der Möbel. Die genaue Anschrift: Möbel- und Kleiderkammer des Kreises Ahrweiler, Hemmessener Straße 3 a, 53501 Grafschaft-Lantershofen (aus Bad Neuenahr vom Kreisel kommend, erste Straße rechts in Lantershofen), Ruf 02641/78001. Die Öffnungszeiten: montags bis donnerstags 9 bis 12.30 Uhr, montags bis mittwochs 13 bis 17 Uhr, donnerstags 13 bis 18 Uhr sowie freitags von 9 bis 13 Uhr.


Die abgegebenen Möbel und Kleider werden an Sozialhilfeempfänger aus dem Kreis Ahrweiler weitergeleitet. Dazu stellen die Sozialhilfeempfänger einen Antrag bei den örtlichen Sozialämtern, die wiederum der Möbel- und Kleiderkammer einen entsprechenden Auftrag erteilen. Sind bestimmte Artikel nicht vorhanden - beispielsweise Kleider in einer bestimmten Konfektionsgröße -, wird dies vermerkt. Der Antragsteller erhält stattdessen einen Geldbetrag. Alle Kleider sind gereinigt und gebügelt.


Im Rahmen der Aktion "Arbeit statt Sozialhilfe" wird die Kreisverwaltung weitere Personen ins Projekt einbinden. So werden Teilzeitkräfte eingestellt, insbesondere für die Reinigung der Kleider. Diese Teilzeitkräfte sind durch "Arbeit statt Sozialhilfe" versichert und erhalten Lohn. Diese erste kreiszentrale Möbel- und Kleiderkammer versteht sich nicht als Konkurrenz zu Läden mit gebrauchten Kleidern oder zu caritativen Kleidersammlungen. Die Kreis-Möbel- und Kleiderkammer dient ausschließlich Sozialhilfeempfängern.


Neben der sozialen Idee dieser Einrichtung erhofft sich der Kreis Ahrweiler eine Kostenreduzierung. Zwei Zahlen: 1995 zahlte der Kreis an einmaligen Beihilfen für die Beschaffung von Möbeln 600.000 Mark und für die Beschaffung von Kleidern 1,3 Millionen Mark.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 09.05.1997

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