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Die Baukonjunktur im Kreis Ahrweiler bleibt stabil

Zahlen stiegen leicht - Zu Àngstlich mit genehmigungsfreiem Ver fahren

Flaute am Bau? - Davon kann im Kreis Ahrweiler fĂŒr 1996 keine Rede sein. Die Zahl der BauantrĂ€ge und -voranfragen stieg gegenĂŒber 1995 an. Aber: Das nach der neuen Landesbauordnung mögliche genehmigungsfreie Verfahren wird nach wie vor kaum genutzt, nĂ€mlich in nur 8,7 Prozent aller FĂ€lle.


Insgesamt registrierte die Kreisverwaltung Ahrweiler 2.100 AntrĂ€ge und Voranfragen in 1996 (2.021 in 1995). Zu Jahresbeginn planen Bauherren und Architekten am meisten. So reichten sie im ersten Quartal '96 knapp 600 AntrĂ€ge ein - im Schlußquartal waren es nur 466.


Die Zahl von 2.100 bei der Kreisverwaltung eingegangen BauantrĂ€gen ist die dritthöchste seit sechs Jahren. Setzt man 1992 mit 1.903 Voranfragen und AntrĂ€gen als Basisjahr zugrunde, sieht die Entwicklung so aus: 1993 mit 2.197 FĂ€llen bedeutet eine Zunahme von 15,5 Prozent; 1994: 2.362 FĂ€lle = plus 24,1 Prozent gegenĂŒber 92; 1995: 2.021 FĂ€lle = plus 6,2 Prozent; 1996: 2.100 FĂ€lle = plus 10,4 Prozent gegenĂŒber 92).


Zur ErklĂ€rung: Bauvoranfragen klĂ€ren grundsĂ€tzlich, ob gebaut werden darf; in BauantrĂ€gen werden konkrete Details erörtert. Die Kreisverwaltung ist fĂŒr sieben der acht Kommunen im Kreisgebiet zustĂ€ndig; lediglich die Verbandsgemeinde Brohltal ist eigene Genehmigungsbehörde. Die vom Kreis genannten Trends beinhalten also nicht die Zahlen aus dem Rathaus Niederzissen.


Mit Blick auf wirtschaftliche Bedeutung der Baukonjunktur und der Zunahme an Wohnraum zeigt sich die Kreisverwaltung erfreut ĂŒber die Entwicklung der Bauzahlen. Trotz anhaltender Konjunkturschwankungen bleibt die BautĂ€tigkeit im Kreis Ahrweiler stabil. Die Kreisverwaltung schlußfolgert daraus, daß sich die Bauentwicklung vor allem in der Eifel und den Bonn-nahen Einzugsgebieten unabhĂ€ngig von der Konjunktur erweist.


Das genehmigungsfreie Verfahren, das nach der neuen Landesbauordnung seit April 1995 unter bestimmten Voraussetzungen möglich ist (Paragraph 65a der Landesbauordnung), wird nach Kreisangaben "leider immer noch zu wenig" genutzt. Bei nur 8,65 Prozent aller BauantrĂ€ge in 1996 wurde das neue Verfahren in Anspruch genommen, was sogar noch weniger als 1995 sind (8,9 Prozent). Beim "65a" hat der Bauherr lediglich eine Anzeigepflicht seines Vorhabens gegenĂŒber der Gemeinde, muß also PlĂ€ne und Unterlagen einreichen und braucht keine Genehmigung. Voraussetzungen: das GrundstĂŒck muß in einem Gebiet mit Bebauungsplan liegen, die Bauvorschriften mĂŒssen beachtet werden, und die Erschließung muß gesichert sein. Allerdings liegt die Verantwortung dann bei Bauherren, Architekten und Statikern.


Die GrĂŒnde fĂŒr den Wunsch, sich unnötigerweise eine amtliche Baugenehmigung erteilen zu lassen, sind meist die Unkenntnis der Bauherren und die Unsicherheit der Planer. Doppelter Nachteil: Bauherren mĂŒssen ungleich höhere GebĂŒhren zahlen, und die Entlastung der BauĂ€mter mit teils aufwendigen Verfahren bleibt aus.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.03.1997

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