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HINWEIS (Artikel vom 26.03.1997):
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.


Lohndumping auf Baustellen unterbinden

Arbeitsplatz-Initiativen im AW-Kreis: Beispiel PJG-Neubau

Wie lassen sich ArbeitsplÀtze sichern? In der zweiten Folge ihrer Presseserie "Arbeitsplatz-Initiativen im AW-Kreis" gibt die Kreisverwaltung anhand eines Beispiels Antwort auf diese Frage: Lohndumping unterbinden. Beim Neubau des kreiseigenen Peter-Joerres-Gymnasiums Ahrweiler wird dies verbindlich praktiziert.


Hinter dem Begriff "Lohndumping" verbirgt sich der Versuch, daß insbesondere an Baustellen untertarifliche Löhne gezahlt werden. AuslĂ€ndische Arbeitnehmer sind meist billiger als deutsche Kollegen, weil sie niedrigere Stundenlöhne erhalten und deren Lohnnebenkosten gĂŒnstiger sind. Die Folge: Die Unternehmer und BautrĂ€ger können damit zwar Kosten sparen. Auf der anderen Seite jedoch sind deutsche ArbeitsplĂ€tze gefĂ€hrdet; außerdem sind die Billiglöhne fĂŒr auslĂ€ndische Arbeitnehmer von Nachteil fĂŒr die Einnahmen der Kranken- und Rentenkassen sowie der FinanzĂ€mter.


Wie Landrat Joachim Weiler betont, hat der Kreis- und Umweltausschuß des Kreises Ahrweiler jĂŒngst einstimmig nach dem Grundsatz "Gleicher Lohn fĂŒr gleiche Arbeit am gleichen Ort" beschlossen: Auf Mindestlohnanforderungen in den Ausschreibungen zum PJG-Neubau wird nicht verzichtet. Im Klartext: Nur jene Firmen erhalten nach Vorlage ihres Angebots den Zuschlag, wenn sie verbindlich erklĂ€ren, daß sie die Tariflöhne einhalten. Im Vorfeld dieser Entscheidung wurde auch ĂŒber eine freiwillige ErklĂ€rung der Firmen diskutiert. Dies war dem Gremium des Kreises Ahrweiler jedoch zu unverbindlich.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.03.1997

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