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Lohndumping auf Baustellen unterbinden

Arbeitsplatz-Initiativen im AW-Kreis: Beispiel PJG-Neubau

Wie lassen sich Arbeitspl├Ątze sichern? In der zweiten Folge ihrer Presseserie "Arbeitsplatz-Initiativen im AW-Kreis" gibt die Kreisverwaltung anhand eines Beispiels Antwort auf diese Frage: Lohndumping unterbinden. Beim Neubau des kreiseigenen Peter-Joerres-Gymnasiums Ahrweiler wird dies verbindlich praktiziert.


Hinter dem Begriff "Lohndumping" verbirgt sich der Versuch, da├č insbesondere an Baustellen untertarifliche L├Âhne gezahlt werden. Ausl├Ąndische Arbeitnehmer sind meist billiger als deutsche Kollegen, weil sie niedrigere Stundenl├Âhne erhalten und deren Lohnnebenkosten g├╝nstiger sind. Die Folge: Die Unternehmer und Bautr├Ąger k├Ânnen damit zwar Kosten sparen. Auf der anderen Seite jedoch sind deutsche Arbeitspl├Ątze gef├Ąhrdet; au├čerdem sind die Billigl├Âhne f├╝r ausl├Ąndische Arbeitnehmer von Nachteil f├╝r die Einnahmen der Kranken- und Rentenkassen sowie der Finanz├Ąmter.


Wie Landrat Joachim Weiler betont, hat der Kreis- und Umweltausschu├č des Kreises Ahrweiler j├╝ngst einstimmig nach dem Grundsatz "Gleicher Lohn f├╝r gleiche Arbeit am gleichen Ort" beschlossen: Auf Mindestlohnanforderungen in den Ausschreibungen zum PJG-Neubau wird nicht verzichtet. Im Klartext: Nur jene Firmen erhalten nach Vorlage ihres Angebots den Zuschlag, wenn sie verbindlich erkl├Ąren, da├č sie die Tarifl├Âhne einhalten. Im Vorfeld dieser Entscheidung wurde auch ├╝ber eine freiwillige Erkl├Ąrung der Firmen diskutiert. Dies war dem Gremium des Kreises Ahrweiler jedoch zu unverbindlich.


Hinweis:
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 26.03.1997

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