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HINWEIS (Artikel vom 15.09.2003):
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Heimatmuseum-Haus in Waldorf steht jetzt unter Denkmalschutz

Landrat Dr. Pföhler ĂŒberreichte Dokument persönlich an Else DĂŒnchel

Das Heimatmuseum in Waldorf wurde erst kĂŒrzlich feierlich eröffnet, jetzt steht das GebĂ€ude offiziell unter Denkmalschutz. Das entsprechende Dokument nach dem Landesgesetz zum Schutz und zur Pflege der KulturdenkmĂ€ler hat Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler persönlich an Else DĂŒnchel ĂŒberreicht. Sie ist Vorsitzende des BĂŒrger- und Heimatvereins e.V. Waldorf, der die Idee des Heimatmuseums mit großem Engagement in die Tat umgesetzt habe, wie der Landrat unterstrich.

Pföhler nutzte den bundesweiten „Tag des offenen Denkmals“ fĂŒr einen Besuch in der Vinxtbachgemeinde. Dabei lobte er Waldorf als einen der ersten Orte im AW-Kreis, der ĂŒber ein umfassendes Dorferneuerungskonzept verfĂŒgte, erinnerte an die zahlreichen Erfolge beim „Unser Dorf“-Wettbewerb und bezeichnete das in Eigenleistung geschaffene Heimatmuseum als „Haus fĂŒr Generationen“.

„Die Älteren werden sich selbst an ihre Jugend erinnert fĂŒhlen“, meinte Dr. Pföhler. „Und fĂŒr die Jugendlichen, fĂŒr die Computer und Handy selbstverstĂ€ndlich sind und die sich ein Leben ohne fließendes Wasser und Fernsehen nicht mehr vorstellen können, wird hier der Alltag frĂŒherer Zeiten lebendig.“ Gerne habe der Kreis die Neugestaltung des alten GebĂ€udes bezuschusst.

Das Haus Kleingasse 2, in dem der Heimatlyriker Paul Marx geboren wurde, ist in der fĂŒr Waldorf typischen Fachwerkbauweise errichtet. In der UnterschutzstellungsverfĂŒgung heißt es unter anderem, bei dem Anwesen handele es sich um einen kleinen Bauernhof des frĂŒhen 19. Jahrhunderts (1826). TraufstĂ€ndig zur Straße stehe das zweigeschossige Wohnhaus in konstruktivem Fachwerk mit Satteldach. Die Innendisposition sei mit leichteren VerĂ€nderungen erhalten, ebenso die zweigeteilte HauseingangstĂŒr aus der Erbauungszeit.

Und weiter: „RĂŒckwĂ€rtig schließen sich kleinere NebengebĂ€ude an, die in der Gesamtheit mit dem Wohnhaus noch Zeugnis davon geben können, wie eine kleinbĂ€uerliche Hofstelle des beginnenden 19. Jahrhunderts aussah. An der Erhaltung und Pflege des Anwesens besteht öffentliches Interesse aus wissenschaftlichen und stĂ€dtebaulichen GrĂŒnden sowie zur Förderung des geschichtlichen Bewusstseins“, hĂ€lt die DenkmalschutzverfĂŒgung fest.

(Veranstaltung am 14.09.2003)


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 15.09.2003

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