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HINWEIS (Artikel vom 28.08.2003):
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Galenberg zeigt Flagge

Landrat ĂŒberreicht Genehmigung an Reinhold Schmitz – Dorf mit alter Tradition und jungen Einwohnern

Erstmals in ihrer Geschichte kann die Gemeinde Galenberg eine eigene Flagge fĂŒhren. Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler ĂŒberreichte die Genehmigungsurkunde jetzt an OrtsbĂŒrgermeister Reinhold Schmitz und den Ersten Beigeordneten Bernd Göbel.

„Wir werden die Flagge bei der Einweihung des neuen BĂŒrgerhauses in Galenberg vorstellen“, freute sich Schmitz ĂŒber „einen schönen Anlass“. Zu diesem Bauprojekt hat Galenberg nach den Worten Pföhlers in diesem Jahr einen Zuschuss von 182.000 Euro aus dem Investitionsstock erhalten.

Die vom Landrat unterzeichnete Urkunde erteilt der Brohltaler Ortsgemeinde die Genehmigung, folgende Flagge zu fĂŒhren: „Banner, HĂ€ngeflagge, hochrechteckige Hissflagge mit roter Vierung als erster Platz, darin das Wappen der Ortsgemeinde Galenberg aufgelegt, sechsfach rot-weiß gestĂ€ndert“.

Das Hoheitszeichen der etwas mehr als 200 Einwohner zĂ€hlenden Höhengemeinde westlich von Niederzissen lehnt sich eng an die langjĂ€hrige Zugehörigkeit Galenbergs zur Herrschaft OlbrĂŒck an. Die zwölf sternförmigen angeordneten roten und weißen Felder zeigen das Wappen der Familie Waldbott-Bassenheim, die von 1481 bis 1797 auf OlbrĂŒck herrschte.

Links oben ist das Ortswappen abgebildet. Dieses besteht aus zwei HĂ€lften. Links ist das „Schneider-Kreuz“ zu sehen, das am sĂŒdlichen Dorfrand steht. Der Inschrift und Überlieferung zufolge wurde 1595 ein Schneider aus Dedenbach, Niederzissen oder NiederdĂŒrenbach von den OlbrĂŒckern zu Tode geschleift, weil er ein Gewand nicht rechtzeitig liefern konnte. Die rechte HĂ€lfte des Wappens zeigt den Zwiebelturm der wohl 1729 errichteten Galenberger St. Rochus-Kapelle sowie zwei Kreuze fĂŒr die kirchliche und politische Zugehörigkeit des Dorfes: Das rote Kreuz symbolisiert das Bistum Trier, das schwarze steht fĂŒr den Kölner Kurstaat.

Galenberg gilt als wachsende Gemeinde mit einen relativ hohen Anteil junger Menschen. Nachdem ein mehrstufiger Bebauungsplan erstellt wurde, begann in den 80er Jahren eine rege BautĂ€tigkeit. GegenĂŒber 1970 hat sich die Zahl der HĂ€user verdoppelt, die Einwohnerzahl stieg um 25 Prozent. 57 Prozent der Einwohner sind jĂŒnger als 40 Jahre, die Zahl der unter 20-JĂ€hrigen ist so hoch wie die der ĂŒber 60-JĂ€hrigen. Alle ErwerbstĂ€tigen verdienen ihren Lebensunterhalt außerhalb des Ortes.

Bildunterzeile zum FOTO (zwei Fotos zur Auswahl):
Zeigen Flagge: Galenbergs Erster Beigeordneter Bernd Göbel (v.l.), OrtsbĂŒrgermeister Reinhold Schmitz, Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler und Brohltal-BĂŒrgermeister Hermann Höfer.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.08.2003

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