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HINWEIS (Artikel vom 28.03.2003):
Sie befinden sich im Pressedienst-Archiv der Kreisverwaltung Ahrweiler. Eine Gewähr für die Aktualität zum Zeitpunkt Ihres Aufrufs kann nicht gegeben werden.


Der 30 Millionen Euro-Tanker ist auf Kurs

Schulbauprogramm des AW-Kreises: Mammutaufgabe bis 2005 – Landrat: „An allem sparen, nur nicht an der Zukunft unserer Kinder“ – Aktuelle Übersicht

Das Schulbauprogramm des Kreises Ahrweiler, das bis 2005 anvisiert ist, lĂ€uft wie geplant. Es umfasst alle elf kreiseigenen Schulen, ist rund 30 Millionen Euro schwer und genießt fĂŒr Landrat Dr. JĂŒrgen Pföhler „absolute PrioritĂ€t“.

Die Strategie fußt auf drei Pfeilern. Erstens hat eine detaillierte Baubestandsanalyse gezeigt, an und in welchen GebĂ€uden Renovierungsbedarf besteht. Zweitens lieferte eine professionelle SchĂŒlerprognose Zahlen, an welchen Schularten und Standorten mit welchen SchĂŒlerentwicklungen kĂŒnftig zu rechnen ist. Drittens: Auf dieser Basis legte der Landrat dem Ahrweiler Kreistag im Juni 2001 das Schulbauprogramm vor.

In einem Zwischenfazit versichert Pföhler allen Beteiligten – SchĂŒlern, Eltern, Lehrern und Schulleitern: „Trotz der enorm angespannten Lage der öffentlichen Haushalte steht der Kreis Ahrweiler weiter zu seiner Investitionspolitik. Denn wir dĂŒrfen an allem sparen, nur nicht an der Zukunft unserer Kinder.“

DarĂŒber hinaus unterstreicht der Landrat „mit etwas Stolz“: Der Kreis Ahrweiler sei der erste Kreis in Rheinland-Pfalz gewesen, der einen EDV-Systemkoordinator fĂŒr die Schulen eingestellt habe. Dieser solle die technischen Voraussetzungen fĂŒr die Nutzung der Neuen Medien und vor allem des Internets in die Wege leiten.

Bei der Modernisierung seiner SchulgebĂ€ude geht der AW-Kreis in einem Überkreuz-Verfahren vor. Auch dieser Fahrplan wurde vom Kreistag verabschiedet und mit den Schulleitern abgestimmt. An mehreren Schulen steht die Erweiterung an. Zeitlich umgekehrt zu diesen Baumaßnahmen im Außenbereich laufen die Sanierungen in weiteren InnengebĂ€uden. Die Umsetzung des Schulbauprogramms begann 2000. Mit dem Abschluss der Baumaßnahmen ist 2005/2006 zu rechnen.

Der aktuelle Stand mit den wesentlichen Fakten:
Realschule Ahrweiler: Erweiterung um 14 Klassen- und FachrĂ€ume, Bau einer Dreifeld-Sporthalle, Umbauten im Bestand sowie Sanierung von Haus 1; AusfĂŒhrung: seit 2000 bis voraussichtlich 2005; voraussichtliche Gesamtkosten: 10,45 Millionen Euro; SchĂŒlerzahl: 631 (Die SchĂŒlerzahlen gelten fĂŒr alle Schulen jeweils zum Schuljahresbeginn 2002/2003.)
Die Bauarbeiten am ErweiterungsgebÀude und der neuen Dreifeld-Turnhalle befinden sich in der Endphase. Bei weiterhin ungehindertem Bauablauf kann der Schulbetrieb in den neuen RÀumen nach den Osterferien 2003 starten. Die neue Turnhalle soll im Juni 2003 fertig sein.
Nach dem Einzug in die neuen GebĂ€udeteile beginnen im Sommer 2003 die Umbauarbeiten im bestehenden GebĂ€ude. Im wesentlichen geht es dabei um die VergrĂ¶ĂŸerung des Lehrerzimmers, die Neugestaltung des Schulverwaltungsbereichs und die Schaffung von zwei
weiteren KlassenrĂ€umen. Außerdem laufen derzeit die Gestaltungsplanungen fĂŒr den erweiterten Schulhof und die Außenanlagen.

Peter-Joerres-Gymnasium in Bad Neuenahr-Ahrweiler: Erweiterung um neun KlassenrĂ€ume; AusfĂŒhrung in 2003 und 2004; Kosten: 2,05 Mio Euro; SchĂŒlerzahl: 911.
Die Planungen liegen ausfĂŒhrungsreif vor. Nachdem die Schulaufsicht in Koblenz die Genehmigung zum vorzeitigen Baubeginn erteilt hat, wurden die ersten Gewerke ausgeschrieben. Der Baubeginn ist fĂŒr Mai 2003 vorgesehen.

Erich-Klausener-Gymnasium Adenau: Erweiterung um zwei KlassenrĂ€ume; AusfĂŒhrung in 2003; Kosten: 336.000 Euro; SchĂŒlerzahl: 530.
Die zwei neuen KlassenrĂ€ume werden in Kooperation mit der Verbandsgemeinde Adenau an der Grundschule Adenau errichtet. Dort muss ebenfalls erweitert werden. Baubeginn: im FrĂŒhjahr 2003.

Rhein-Gymnasium Sinzig: Erweiterung um vier KlassenrĂ€ume; AusfĂŒhrung in 2004 und 2005; Kosten: 1,27 Mio Euro; SchĂŒlerzahl: 767.
Die beauftragten Architekten haben einen ersten Vorentwurf erstellt. Dieser wird derzeit mit der Schule abgestimmt. Dann folgt die Vorabstimmung mit der vorgesetzten Schulbehörde, also der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Koblenz. Diese Vorplanung wird anschließend dem Kreis- und Umweltausschuss des AW-Kreises vorgestellt. Ende Juli 2003 will die Kreisverwaltung den Antrag auf Erteilung der schulaufsichtlichen Genehmigung und auf Fördermittel stellen.

Are-Gymnasium Bad Neuenahr: Erweiterung um sechs KlassenrĂ€ume, Bau einer Zweifeld-Sporthalle, Umbauten im Bestand; AusfĂŒhrung in 2003 und 2004; Kosten: 4,65 Mio Euro; SchĂŒlerzahl: 758.
Die Bauarbeiten haben im MÀrz begonnen. Die Erweiterung des neuen GebÀudes und der Umbauarbeiten im bestehenden Trakt laufen parallel, um den am Are dringend erforderlichen Raumbedarf rasch zu schaffen. Nach den Sommerferien 2003 sollen zwei zusÀtzliche KlassenrÀume im bestehenden GebÀude nutzbar sein. Mit der Fertigstellung des Erweiterungsbaus sowie der neuen Zweifeld-Sporthalle ist bei reibungslosem Bauablauf im Sommer 2004 zu rechnen.

Berufsbildende Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler (BBS): Erweiterung um zehn KlassenrĂ€ume; AusfĂŒhrung in 2004 und 2005; Kosten: 2,28 Mio Euro, die aber reduziert werden sollen; SchĂŒlerzahl: 2.565.
Die Schulentwicklungsplanung fĂŒr den AW-Kreis prognostiziert auch fĂŒr die BBS einen Erweiterungsbedarf. Neue Lehrangebote, die ĂŒber die Jahre eingefĂŒhrt wurden, und der neue Bildungszweig „Höhere Berufsfachschule Medien“ erfordern zusĂ€tzliche zehn KlassenrĂ€ume, davon drei Computerlabore. Die Kreisverwaltung hat die vorliegende Planung in den GrundzĂŒgen mit der Schule selbst und der Schulaufsicht in Koblenz abgestimmt. Vorgesehen ist ein zweigeschossiger Erweiterungsbau zwischen dem bestehenden GebĂ€ude und dem so genannten Zwölfer-Pavillon.

Don-Bosco und Levana-Schule Bad Neuenahr-Ahrweiler: Erweiterung in 2003 und 2004; Kosten: 336.000 Euro; SchĂŒlerzahl: Don-Bosco 128, Levana 64.
An diesen beiden Sonderschulen ergibt sich ein Bedarf durch die EinfĂŒhrung eines neuen Schulzweigs (Förderschwerpunkt Sprache an Don-Bosco) und eines generellen Raumdefizits (Levana). Das fĂŒhrt zu einem Erweiterungsbedarf fĂŒr beide Schulen von zwei KlassenrĂ€umen, die durch einen Anbau an die Levana-Schule geschaffen werden. Zudem wird die nicht mehr genutzte Hausmeisterwohnung fĂŒr Schulzwecke ausgebaut. Derzeit lĂ€uft die Aufnahme des genauen Baubestandes, um daraus Planungsvarianten entwickeln zu können. Das angepeilte Ziel der Kreisverwaltung: den Antrag auf schulaufsichtliche Genehmigung und Fördermittel zum 31. Juli 2003 stellen.

Janusz-Korczak-Schule Sinzig: Erweiterung in 2003 und 2004; Kosten 890.000 Euro; SchĂŒlerzahl: 175.
Auch an dieser Sonderschule besteht ein Raumdefizit. Zudem ist ab kommendem Schuljahr die Einrichtung eines 10. Schuljahres möglich. Ab diesem Zeitpunkt können auch SchĂŒler integrativ aufgenommen werden, die in ihrer sozial-emotionalen Entwicklung besonders gefördert werden sollen. Derzeit laufen Planungen fĂŒr entsprechende Erweiterungsmaßnahmen.

Burgwegschule Burgbrohl: An dieser Sonderschule (SchĂŒlerzahl: 94) wurde der Bedarf durch den Um- und Erweiterungsbau 1999 und 2000 gedeckt. Mit einem Investitionsvolumen von rund zwei Millionen Euro wurden die bestehenden GebĂ€ude grundsaniert, zwei neue KlassenrĂ€ume geschaffen und – in Kooperation mit der Verbandsgemeinde Brohltal – der Werk- und der Physikraum in der Grundschule Burgbrohl fĂŒr die Mitnutzung der Sonderschule saniert.


NĂŒrburgring-Schule Wimbach (Sonderschule): Dort wurde 2002 fĂŒr 10.000 Euro ein zusĂ€tzlicher Klassenraum geschaffen. Der Bedarf ist damit gedeckt. SchĂŒlerzahl: 42.

Neben diesen Erweiterungsbauten laufen die Innensanierungen weiter. Beispiele: Am Rhein-Gymnasium wird die Erneuerung von Böden- und Decken fortgefĂŒhrt (60.000 Euro). An der BBS wird das Dach der Turnhalle saniert (100.000 Euro). Insgesamt steckte der Kreis bislang drei Millionen Euro in die Sanierung der Schulen. Abgeschlossen ist der Neubau der PJG-Sporthalle, der mit 2,94 Millionen Euro abgerechnet wurde.


© Kreisverwaltung Ahrweiler - 28.03.2003

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