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Ein Jahr der Startschüsse

Fachhochschule und Gesundheitsregion mit höchstem Stellenwert - Ausblick des Landrats

Ein "wichtiges Jahr der Startschüsse für neue, großangelegte Projekte im Kreis Ahrweiler" kann 1997 nach Ansicht von Landrat Joachim Weiler werden. Zudem stehen mehrere Jubiläen an, wie Weiler in einem Blick auf die nächsten zwölf Monate betont.


Der Baubeginn der Fachhochschule hat für den Ahrweiler Landrat neben der Konkretisierung der Gesundheits- und Fitneßregion den höchsten Stellenwert. Die FH sei "unser Projekt Nummer 1". Die FH für den Kreis Ahrweiler, die der Bund dem Land Rheinland-Pfalz bezahlt und die spätestens ab Sommer 1997 in Remagen gebaut wird, soll zum Wintersemester 1998/99 den Studienbetrieb aufnehmen. Weiler hofft auf "zukunftsweisende und kräftige Impulse" für die heimische Wirtschaft.


Bei der Gesundheits- und Fitneßregion, einem nach Weilers Worten "einzigartigen, breit angelegten und innovativen Projekt", habe Koordinator Maternus Fiedler "professionelle Vorarbeiten" geleistet. Die "zentral angestoßenen Ideen der Gesundheits- und Fitneßregion" müßten jetzt dezentral, vor Ort und konkret in die Tat umgesetzt werden. Dazu nennt Weiler die Herstellung und Vermarktung regionaler Produkte, wie sie das Kaufhaus Moses in Bad Neuenahr "beispielhaft" vorantreibe.


Ein "kulturelles Aushängeschild von internationalem Format" könne das Arp-Museum in Remagen-Rolandseck werden, dessen Neubau ebenfalls 1997 möglich sei; das Projekt könne starten, sobald die bauplanungsrechtlichen Voraussetzungen geschaffen sind. Zu diesem "innovativen Paket" zählen nach Ansicht Weilers beispielhaft vier Projekte: die beiden "sehr zu begrüßenden Privatinitiativen" des Dorint-Hotels mit dem neuen Kongreßzentrum in Bad Neuenahr sowie die Modernisierung und Erweiterung des Kurhauses in Bad Breisig, weiterhin die Schaffung moderner Arbeitsplätze durch die Europäische Akademie zur Technologie-Folgenabschätzung und durch das Zentralinstitut Arzneimittelforschung.


Der Landrat: "Auf diesem Wege müssen wir fortfahren. Nur so können wir die mit Sicherheit eintreffenden wirtschaftlichen Einbußen des Regierungsumzugs und die bereits spürbaren Folgen der an sich notwendigen Gesundheitsreform im Kursektor abfedern." Andere Neuprojekte wie das Technologiezentrum Sinzig und der Technologiepark Grafschaft müßten 1997 "konsequent weitergeführt" werden, fordert Weiler.


Der Nürburgring, der im Juni 70 Jahre alt wird, zeige sich gerade im ländlichen Raum mehr und mehr als "lebensnotwendiger Impulsgeber". Weiler begrüßt den auch 1997 stattfindenden Großen Preis der Formel 1 und verweist auf das Projekt Erlebniswelt Nürburgring, das sich in den Startlöchern befinde.


Auch der Vulkanpark mit einem Schwerpunkt im Brohltal sei vom Kreistag Ahrweiler "nachdrücklich bestätigt und unterstützt" worden und könne bei entsprechender Hilfe des Landes im neuen Jahr weiter konkretisiert werden.


Die Eingliederung des Gesundheitsamtes in die Kreisverwaltung Ahrweiler zum Jahresbeginn 1997 stelle eine organisatorische Herausforderung an alle Beteiligten dar. Weiler ist sicher, "daß der hervorragende Bürgerservice auch als neue Kreis-Abteilung für das Gesundheitswesen erhalten und weitergeführt wird".


Die Kulturtage des Kreises Ahrweiler erleben 1997 - trotz knapper Finanzmittel - ihre 8. Auflage. Die Jugend-Kulturtage gehen im Mai und Juni über die Bühne. Und im unmittelbaren Anschluß startet der zweite Teil als Blick in die Geschichte; dieser kreisweite Veranstaltungsreigen ist thematisch eingebunden in die Feiern zum 50jährigen Jubiläum des Landes Rheinland-Pfalz, die unter dem Motto "Zukunft hat Vergangenheit" stehen.


Als Jubiläum erwähnt Weiler auch den 25jährigen Rotweinwanderweg als "international bekannten Fremdenverkehrsmagnet" und die Freilichtbühne Schuld, die seit 50 Jahren besteht. Ein "Meilenstein" im Freizeitangebot stelle der anvisierte Bau des Radwegs zwischen Rech und Altenahr dar. Der verlaufe "harmonisch über verschiedene kommunale Grenzen hinweg und schließe die Lücke im Radwegenetz entlang der Ahr von Rhein bis nach Adenau. Mit Blick auf dieses Beispiel pocht Weiler nochmals auf "das überregionale Denken im Tourismus" und wirbt dafür, "gemeinsam anzupacken und geschlossen hinter der Fremdenverkehrseinrichtung 'tour' zu stehen". Überregionale Bedeutung komme der Tourismus GmbH mit Sitz in Bonn zu, die ihre Arbeit aufnehmen werde. Die Stadt Bonn sowie die Kreise Rhein-Sieg und Ahrweiler koordinieren darin ihre gemeinsame Vermarktung.


Hinweis:
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© Kreisverwaltung Ahrweiler - 16.01.1997

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