Windkraft im Kreis Ahrweiler

Windkraftanlagen bei Weibern
Windkraftanlagen bei Weibern

Im Kreistag am 02.10.2020 wurde der aktuelle Sachstand der Windkraft-Verfahren im Kreis Ahrweiler vorgestellt. In dieser umfangreichen Präsentation wurde eine gute Zusammenschau der zur Zeit geplanten Windkraftanlagen vermittelt und eindrucksvoll dargestellt, wie aufwändig Verfahren zur Errichtung von Windkraftanlagen sind. Es gibt viele Schnittstellen zu unterschiedlichsten Fachbehörden, die berücksichtigt werden müssen. Ebenso müssen viele rechtliche Anforderungen Beachtung finden. Ein wichtiges Ergebnis der Präsentation war, dass es in jedem Fall sinnvoll ist, die Experten der Kreisverwaltung möglichst frühzeitig im Prozess zu kontaktieren.

Potentialflächen-Analyse mit der CISS TDI aus Sinzig

Auch wenn die Corona-Pandemie zur Zeit sehr viele Ressourcen bindet, soll der Klimaschutz im Kreis Ahrweiler nicht ins Hintertreffen geraten. Der Ausbau der Energiegewinnung aus klimaneutralen Quellen steht nach wie vor im Fokus der Kreisverwaltung.

Auf der Zukunftskonferenz Energiewende regte Herr Richard Figura von der Firma CISS TDI aus Sinzig eine Kooperation mit der Kreisverwaltung an, mit dem Ziel, gemeinsam in einem GIS-basierten Prozess Potentialflächen für Windkraftanlagen im Kreis Ahrweiler zu suchen.

In einem vom BMVI geförderten Projekt hat die CISS TDI eine Anwendung für Geografische Informationssystem (GIS) entwickelt, die der Suche nach Potentialflächen oder Weißflächen dient, und suchte nach einem Praxis-Partner, um die Anwendung zu testen.

Da seit dem Projekt EnAHRgie, wo mögliche Flächen für Windkraft zuletzt ermittelt wurden, die Technik von Windkraftanlagen deutlich weiterentwickelt wurde, sah auch die Kreisverwaltung Ahrweiler den Bedarf, die Potentialflächen neu zu untersuchen. Gemeinsam wurden Daten aus den unterschiedlichsten Bereichen (unter anderem Naturschutz, Landesplanung, Forst, etc.) ausgewertet mit dem Ziel herauszufinden, wo es sich im Kreis Ahrweiler lohnt, Windkraftanlagen zu planen. Das Ergebnis ist auf der nun erstellten Karte zu sehen, leider sind es nicht so viele Flächen, wie wir uns wünschen würden. Da auch nicht alle notwendigen Daten in kartografischer Form zur Verfügung stehen (beispielweise der Einfluss von Windkraftanlagen auf das Landschaftsbild), können die ermittelten Flächen leider nicht als Konzentrationsflächen für Windkraft im Sinne der Landesplanung verstanden werden. Es muss immer noch auf allen Flächen eine Einzelfall-Prüfung insbesondere im Hinblick auf den Denkmal- und den Artenschutz für zu beantragende Windkraftanlagen erfolgen.

Die Karte können Sie im nebenstehenden Download-Bereich herunterladen.

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