Einsatz für den Artenschutz: Kreisverwaltung sucht freiwillige Amphibiensammler

Vorsicht „Krötenwanderung“: Jedes Jahr ab Ende Februar wandern Frösche, Kröten und Molche aus ihren Winterlebensräumen zu ihren angestammten Laichgewässern. Hier legen sie ihre Eier ab. Weil sie aber auf ihrem Weg zahlreiche Straßen passieren müssen, sucht die Kreisverwaltung Ahrweiler Freiwillige, die die Tiere sicher zu ihren Brutgebieten und zurück in ihren dauerhaften Lebensraum bringen.

Die Kreisverwaltung stellt mit Hilfe der Straßenmeistereien Sinzig und Adenau sowie des Jugendhilfevereins Ahrweiler an den Straßen Amphibienschutzzäune auf, um die Tiere vor dem sicheren Tod zu schützen – je nach Verlauf der Witterung für rund vier bis sechs Wochen zwischen März und April.

Entlang der Zäune werden Plastikeimer eingegraben. Hier fallen die Amphibien aufgrund der Zaunbarrieren hinein. Morgens zwischen 7 und spätestens 9 Uhr und in den Abendstunden ab 19 Uhr müssen die Schutzzäune abgegangen, die Amphibien aus den Eimern befreit und auf die gegenüberliegende Straßenseite getragen werden. So können sie sicher zu ihren Laichgewässern gelangen. Je nach Zaunlänge und Anzahl der vorgefundenen Tiere dauert ein Sammelgang zirka eine Stunde.

Die Standorte der Amphibiensammlungen sind:
• Remagen: Waldschlösschen;
• Sinzig: Löwe-See zwischen Schloss Ahrental und Königsfeld, L86;
• Bad Breisig: Gutshof Mönchsheide;
• Gönnersdorf: zwischen Rheineck und Gönnersdorf;
• Wehr: Wehrer Mühle zwischen Niederzissen und Wehr;
• Adenau: Exbachtal, L 10.

Zu ihrer eigenen Sicherheit sollten alle Helfer Warnwesten (kostenlos bei der Kreisverwaltung Ahrweiler erhältlich), feste Schuhe, Eimer, Taschenlampe und Handschuhe zu jedem Sammelgang mitbringen. Sofern mehrere Personen an der Aktion teilnehmen, bitten wir aufgrund der aktuellen Corona-Situation auf die derzeit geltenden Hygiene- und Abstandsregelungen zu achten. Autofahrer werden gebeten, an den Sammelstellen die vorgeschriebene Geschwindigkeitsbegrenzung zu beachten, um die freiwilligen Helfer nicht zu gefährden. Hinweisschilder und Warnleuchten machen auf die Sammelstellen aufmerksam.

Weitere Informationen bei der Kreisverwaltung Ahrweiler, Monika Peters, Telefon 02641/975-442 und 975-303, E-Mail Monika.Peters@kreis-ahrweiler.de.

© Kreisverwaltung Ahrweiler - 12.02.2021